Leserstimme zu
Die Krumpflinge - Egon schwänzt die Schule

Annette Roeder: Die Krumpflinge. Egon schwänzt die Schule

Von: Merendina
21.04.2015

Unsere Töchter sind genauso bücherverrückt wie ich. Die beiden Kleinen lieben es, etwas vorgelesen zu bekommen oder Hörspiele anzuhören. Unsere Große besucht nun schon die zweite Klasse und eine tägliche Lektüre gehört bei ihr einfach in der Freizeit dazu. Oft liest sie auch mir und ihren kleinen Schwestern vor. Zusammen haben wir in den letzten Tagen ein wunderschönes Hardcoverbuch gelesen: Annette Roeders "Die Krumpflinge. Egon schwänzt die Schule". Es handelt sich dabei um den dritten Band rund um die Krumpflinge, grüne, zottelige, lustige Wesen, die in einem vollgerümpelten Keller einer Villa leben. Sie beschäftigen sich unter anderem damit, Menschen-Schimpfwörter zu sammeln und aus diesen einen Krumpftee zu kochen. Alle Krumpflinge sind ganz wild auf diesen Tee. Einer der Krumpflinge ist Egon, der im Buch die Hauptrolle spielt und der doch etwas aus der Art schlägt, denn er ist für einen Krumpfling eigentlich viel zu lieb und nett. Zwar handelt es sich hier bereits um den dritten Band der Krumpflinge-Reihe, doch es ist problemlos möglich, in diese Geschichte einzusteigen. Man muss also die beiden Vorgängerbände nicht gelesen haben. Trotzdem werden wir das nun natürlich nachholen, da uns dieses Buch so gut gefallen hat. Sehr schön ist, dass man nach dem Inhaltsverzeichnis gleich einen Freundebucheintrag von Egon, dem Krumpfling findet. Den haben wir natürlich gleich gelesen und so z.B. erfahren, wie groß der Krumpfling ist, was er gerne isst, welche Hobbys er hat etc. Schon hier mussten wir oft lachen, denn wer isst schon gerne Schimmelpilze mit Semmelknödeln oder wer spielt schon gern mit Teelöffeln Hockey? Auch das Interview der Autorin am Ende des Buches, die Egon einige Fragen gestellt hat, fanden wir sehr witzig. Die Sprache im Buch ist kindgerecht, sehr gut les- und vorlesbar. Schon gleich taucht man beim Lesen in die Welt der kleinen grünen Gestalten ein. Zahlreiche bunte Bilder begleiten die Geschichte, so dass man auch viel im Buch zu bestaunen und entdecken hat. Die große Schrift erleichtert das Vorlesen sehr und auch unsere Zweitklässlerin fand die Schriftgröße einfach super. Da die Geschichte aus dem Lebensalltag von Grundschulkindern entnommen ist, können sich diese sehr gut in die Handlung einfinden und vieles nachvollziehen. Allerdings ist es hier eben ein Krumpfling, der kleine Egon, der mit dem Schulalltag konfrontiert wird. So hat Egon z.B. eine wichtige Prüfung, vor der er schrecklich aufgeregt ist. Ja, auch in einer Krumpfling-Schule muss man lernen und schreibt Tests. Um sich Hilfe für einen Trick für die Prüfung zu holen, trifft sich Egon mit einem Menschenkind, Albi. Albi ist eigentlich ein ganz netter Menschenjunge, allerdings hat er so manche böse Tricks auf Lager. Und dann begleitet ihn der Krumpfing Egon auch noch in die Menschenschule. Was hier alles passiert, wird allerdings nicht verraten... Wir finden das Buch sehr gut und da es in 15 kürzere Kapitel aufgeteilt ist, verlieren auch Wenigleser nicht so schnell die Lust an der Lektüre. Außerdem muss man so das Buch auch nicht auf einmal lesen, sondern kann z.B. jeden Abend eines der Kapitel lesen. Wir haben das Buch an einem Tag ausgelesen. Ein Teil wurde am Wochenende vormittags gelesen bzw. vorgelesen, ein weiterer Teil nach dem Mittagessen und der Rest dann vor dem Schlafengehen. Inzwischen wurde das Buch auch schon wieder mehrmals zur Hand genommen, auch wenn die Kleinen nur die Bilder ansehen, haben sie riesen Spaß und erzählen sich dann gegenseitig die Geschichte noch einmal. Wir werden das Buch sicherlich noch oft lesen und können es bestens weiterempfehlen. Wr geben diesem tollen Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen.