Leserstimme zu
Nur wer loslässt, hat das Herz frei

Ein tolles Gesamtpaket der Gefühle!

Von: Julia_booklover
26.12.2019

Inhalt/Schreibstil: Gleich zu Beginn war ich schnell in der Geschichte drinnen. Man konnte aus der Sicht der „drei Generationen“ lesen. Auch die Sprünge in die Vergangenheit fand ich schön zu lesen. Das hat mir allgemein ziemlich gut gefallen, das man diese wichtigen Dinge nicht nur aus Erzählungen in der Gegenwart erfahren hatte, sondern man dadurch eben genau wusste, wie es in der Vergangenheit passiert ist. Der schöne flüssige Schreibstil hat das ganze noch untermauert, sodass es sehr angenehm zu lesen war. Doch leider kamen mir manche Stellen etwas langatmig vor. Protagonisten: Ich beginne mit der Ältesten, aus deren Sicht man lesen kann - Lorraine. Zu Beginn war sie mir leider richtig unsympathisch und ich fand es nicht schön, was man von dem Umgang mit ihren Kindern Gina und Vicky erfahren hat. Als man dann aber weitergelesen hatte, hat man sie sehr gut verstanden und auch, wieso sie so mit ihren Kindern, vor allem mit Gina umgegangen ist. Auch ihr Schicksal hat mich etwas traurig gemacht und ich konnte dann am Ende richtig mit ihr mitfühlen. Sie hat sich in dem Buch durchweg zum Positiven entwickelt, meiner Meinung nach. Die nächste im Bunde ist Gina, eigentlich Regina. Seit sie ihren Mann verloren hat, leidet auch die Beziehung zu ihrer Tochter May sehr stark, was man auch in dem Buch genau mitbekommt. Die Beiden bemühen sich zwar, aber haben beide trotzdem andere Vorstellungen, wie sie miteinander umgehen sollten, was beide in einen Konflikt geraten lässt. Doch auch hier erkennt man eine positive Entwicklung - und zwar zu allem, was mich am Ende sehr gefreut hat. Anfangs kam mir sie etwas unnahbar vor, doch gegen Ende konnte man auch sie gut verstehen und sie wurde mir durch und durch sympathischer. May, die jüngste, Tochter von Gina und Enkel von Lorraine, war mir allerdings von Anfang an sympathisch. Sie hat ihren Dad verloren und trauert, kann aber mit keinem darüber reden, denn sie denkt, dass ihre Mom ihn vergessen habe. Deswegen stecken die beiden auch ein wenig in einem Mutter-Tochter-Konflikt, wie ich bereits erwähnt habe. Was mich aber richtig gefreut hat war, dass sie auch einen Schritt auf ihre Mom zugegangen ist um den Konflikt zu lösen. Insgesamt ein schönes Buch, da einen zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken bringt!