Leserstimme zu
Der Wanderer

Zwei Protagonisten - viele Charaktere - und ein Krimi im Südtiroler Raum

Von: HEIDIZ
01.01.2020

Die beiden Protagonisten Sibylle und Tony sowie die anderen Charaktere sind detailliert beschrieben in ihren Gefühlen und Handlungen. Sibylle schaut auf das Foto ihrer toten Mutter. Sie hat es in einem misteriösen Brief erhalten, der keinen Absender enthielt. Erika wurde vor 20 Jahren tot gefunden - an einem Bergsee. Man sagte damals, sie hätte Selbstmord begangen. Tony war damals für die lokale Presse zuständig - jetzt ist er Autor. Er berichtete damals über den Fund der Leiche. Sibylle kann aufgrund des Fotos nicht mehr glauben, dass ihre Mutter sich umgebracht hat. Die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln und in der Vergangenheit zu stochern. Man fühlt sich schnell involviert, dennoch nicht ganz leicht zu lesen, weil es doch recht viele Charaktere gibt, die spielen und die Fäden ziehen, der Autor bringt einen immer wieder auf eine Spur, vermeintlich aufklärend, dann doch wieder nicht, mir hat es ganz gut gefallen. Auch schon die ersten beiden Thriller aus seiner Feder fand ich gut. Die Herangehensweise an den Fall und der regionale Aspekt haben mir gut gefallen. Ich mochte den Thriller, der mehr ein Krimi ist würde ich für mich behaupten.