Leserstimme zu
Willow – Eine Außerirdische in England

Überraschender Lesespaß

Von: Wolkenwellen
20.01.2020

Es ist der zweite Band der Willow-Reihe von Stefan Rensch und das Alien Willow steckt nun im Körper einer Engländerin und wohnt in Brighton - super schöni. Ich bin der absoluter England-Fan und vermisse diese seltsame Insel jeden Tag ein paar Mal, wenn ich nicht gerade dort bin. Diese Buch hat mich von der ersten Seite an wieder dorthin gebracht und allein dafür feiere ich es schon. Willow ist ein supersympathisches Alien und ihre unvoreingenommenen Beobachtungen sind oft gesellschaftskritisch, immer sehr lustig und sprachlich gut verpackt. Das Buch ist in 365 Tagebucheinträgen geschrieben, die alle relativ kurz gehalten sind und so ist es super schnell durchzulesen. Man ist beinahe überrascht, wenn man plötzlich merkt, dass man schon die letzte Seite erreicht hat. Zudem gibt es einen nur leicht zusammenhängenden Plot und es kommt mehr auf die lustigen Alltagsbeobachtungen aus dem Leben der Engländer im speziellen und das der Menschen im Allgemeinen an, als die übergreifende Geschichte. Das Buch ist dennoch voller wunderbarer Ideen: herrlich verschrobene Charaktere, Häkeloutfits, die besten seltsamen Nachbarn, coole Fotos am Kapitelanfang, weibliche Hooligans,... Kurzum: dieses Buch hat mich überrascht damit, wie sehr ich es am Ende mochte und es hat mich oft zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Auch wenn das Buch schon der zweite Teil der Reihe ist, stört es überhaupt nicht, wenn ihr den ersten nicht gelesen habt. Es mach vielmehr Lust, den Anfangsband auch noch nachzuholen - da ist Willow in Deutschland gewesen und ich bin schon neugierig, was sie über die Deutschen zu sagen hatte.