Leserstimme zu
Der fünfte Tag (Inspector Rykel 1)

Jake Woodhouse: Der fünfte Tag

Von: Walter Kohl
24.04.2015

Falls es in mehr Polizeien in der Welt so zugeht, wie es Jake Woodhouse in seinem Kriminalroman "Der fünfte Tag", von den holländischen Gesetzeshütern schildert, verwundern massenhafte Ermittlungspannen kaum noch. Die Intrigen, Eifersucht und der Konkurrenzkampf unter den dort arbeitenden Menschen, zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Und es klingt realistisch. Auch die erheblichen "Macken" der Protagonisten, stimmen einen nicht zuversichtlich: kaum eine Person erscheint, die psychologisch gesund wäre oder nicht zumindest ein Trauma zu verarbeiten hätte. Leider endet die Geschichte bei der Schilderung der Charaktere an diesen "Krankheitsbildern" zumeist, sodaß man kaum die Chance hat, Sympathie oder Antiphatie zu empfinden, meistens hat man Mitleid. Die Handlung macht schon betroffen, schließlich geht es um die osteuropäische "Mafia", Mord, Kinderpornographie und andere Schweinereien. Leider bleibt es jedoch auch hier der Fantasie der Leser überlassen, die Lücken der Details zu füllen. Der Autor lässt einen allein. So fehlt letztendlich der nötige Thrill, um über das Niveau einer TV-Vorabendserie hinauszukommen... (weiter: http://walters-books.blogspot.com/2015/04/jake-woodhouse-der-funfte-tag.html)