Leserstimme zu
Opferfluss

Ein rundum gelungener dritter Teil

Von: Anjs Beattie aus Neckarsulm
12.02.2020

Als Nicholas Meller erfährt, wer um seine Hilfe gebeten hat, ist er sichtlich überrascht. Kommissar Rongen, der nicht gerade zu seinen besten Freunden zählt, benötigt dringend die Hilfe von Nicholas, da er wegen Mordes angeklagt wurde. Ihm wird vorgeworfen, einen Verdächtigen eigenmächtig verfolgt und erschossen zu haben. Seine Kollegen bezweifeln die Aussage, dass er in Notwehr gehandelt hat, da bei dem Verdächtigen keinerlei Waffe zu finden ist. Zu Beginn eher skeptisch auf die Zusammenarbeit, hängt sich Nicholas doch wie gewöhnlich richtig in die Auflösung des Falles und gerät schnell in ein Netz aus Korruption, Lügen, Gewalt und Leidenschaft. Da ich die beiden ersten Teile der Nicholas-Meller-Reihe schon begeistert gelesen habe, habe ich dem Erscheinungstermin dieses Bandes schon entgegengefiebert. Die beiden Charaktere, Nicholas und seine on/off-Freundin Nina, mittlerweile Juristin bei der Polizei, haben mich schon vom ersten Band an begeistert, da es sich endlich mal um Nicht-perfekte Charaktere handelt. Der Schreibstil von Lorenz Stassen gefällt mir wie immer super. Er schafft es, dass man von der ersten Sekunde in der Geschichte gefangen ist und überrascht einen mit vielen unvorhergesehenen Wendungen. Wieder mal ein Buch, das man ungern aus der Hand legt. Das Buchcover passt perfekt zu den Vorgänger-Büchern. Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch. Ich hoffe, noch mehr Teile von Nicholas und Nina lesen zu können.