Leserstimme zu
Backen und Liebe

EIN LEBEN FÜRS BROT

Von: Lotta
24.02.2020

Dass man insbesondere dann richtig erfolgreich mit einer Sache werden kann, wenn diese vor Herzblut nur so strotzt, beweisen Lotta und David Zetterstörm, die sich nach Studium und Arbeit in der Bankenwelt dann doch für die Gründung einer Bäckerei entschieden. Mit „Backen & Liebe. Richtig gutes Backwerk von Sauerteigbrot bis Zimtschnecke“ (südwest Verlag) erklären sie den Hype um ihre Kultbäckerei „Fabrique“. Und wie so oft in letzter Zeit kommt dieses mehr als stylische Paar mit dem überaus ästhetischen Buch natürlich aus Schweden (obwohl es mittlerweile auch in England Filialen gibt) und und verströmt astreinen Hygge-Charme. Alleine das Cover macht sofort Lust auf Backwaren und wenn das Buch, das mehr Lifestyle als Backbuch ist, dann noch mit seinen unzähligen Bildern von Broten und Brötchen, Gästen und Mitarbeitern, Cafes und Bäckereien aufwartet, ist es eh um einen geschehen. Super stimmig das Ganze, sehr sympathisch und einfach so unglaublich authentisch und relaxt, Wahnsinn. Rezepte gibt es zuerst für „Weizensauerteig“ und „Roggensauerteig“, „Pain au levain“, „Sesamtoast“, „Levain-Brötchen“, Brote mit „Käse & Oliven“, „Roggenbrötchen“, „Walnussbrot“. Tolle Bilder, viele in schwarz-weiß und fabrique3zudem weiter viele Stimmungsfotos rund um die Factory. Etwas ungünstig finde ich, dass bei „Kardamomschnecken“, das Rezept quer über zwei Seiten gedruckt ist, zudem in einer Kursivschrift mit Schatten und der Titel komplett drüber läuft. Offensichtlich will man hier nicht wirklich, dass das wer nachbackt. Auch „Süßer Hefeteig“, „Wonder Walnut“, „Semlor“, „Rhabarberschnecken“, „Croissants“, „Aprikosentaler“, „Feigenbrot“, „Aprikosenbrot“ und „Granola“ würde ich sofort probieren wollen. Sieht das alles gut aus, ganz ehrlich. Schade, dass für die mindestens so verlockend aussehenden Safranschnecken, die Zimtschnecken, das Toscafudge und die Hallongrottor keine Rezepte zur Verfügung gestellt werden. Einem den Mund wässrig machen und dann das, das ist echt gemein. Aber so ein paar Geheimnisse müssen wohl bleiben, damit man weiterhin den „Kultstatus“ aufrechterhalten kann. Und klar, das Buch ist durchaus Werbung für die Bäckereien der Zetterströms. Überall das Logo, unglaublich viele Bilder der Betriebe, Erzählungen und Portraits der Mitarbeiter und Stammkunden und und und. Trotzdem gefallen mir Konzept und Buch super und wenn ich jemals an einer „Fabrique“ vorbeilaufe, werde ich mit Garantie einkehren und mir eine von den verdammten Safranschnecken holen.