Leserstimme zu
Auf dem Weg

Für achtsam Suchende

Von: Manja Kendler
28.03.2020

Was passiert, wenn ein junger buddhistischer Mönch aufbricht, alte Strukturen und seine Filterblase (un)bewusst hinter sich lässt, um sich die Welt aus völlig neuen Perspektiven anzuschauen? Wie geht jener mit Veränderung, Ängsten und Zweifeln um? Dieses Buch nimmt einen mit in die Unsicherheit, in die vielen kleine Tode des Egos, umgeben von Wolken und Wellen unserer Gefühlswelt. Was auf den ersten Seiten noch Fragen offenlässt und weniger angenehm wirkt, erschließt sich bald als Einstieg in wunderbare nachvollziehbare Anleitungen außerhalb der Komfortzone zu atmen. Authentische Erfahrungsberichte die sich dem Unbekannten stellen und dabei den Affengeist verstehen. Die Erlebnisse von Yongey Mingyur Rinpoche wurden von Helen Tworkov zusammengefasst und wer bereit ist, diesen Diamant zu bergen, wird sich gerade jetzt oder in anderen herausfordernden Zeiten einen weisen Lehrmeister zur Seite holen, dessen eigene Erfahrung voller Lehren steckt sowie mit buddhistischen Wissen durchtränkt ist. Mich faszinieren die Reisebeschreibung und die Parallelen, dass sich fast jeder in ihnen wiederentdeckt, auch wenn wir nicht dieselben Lehren und Filterblasen erlebt haben, verbindet uns die Erfahrung und Auswirkungen jener sowie die Zeitspanne, die uns hier auf Erden gegeben ist. Roman und Selbsthilfeliteratur, dieses Buch ist der balancierte Mittelweg und eine Gelegenheit eine aufregende Reise mitzuerleben.