Leserstimme zu
Ein Lied, so süß und dunkel

Kein ,,normales'' Teenie Drama

Von: LeseUndSo
30.04.2015

Alles beginnt als Teenager - Beste - Freundin - Story. Die Protagonistin (leider namenslos) und ihre beste Freundin Aurora genießen das Leben. Sie gehen auf Konzerte und Partys, sie trinken Alkohol und nehmen Drogen. Auf einer dieser Partys lernen sie Jack kennen und die Protagonistin verliebt sich sofort in ihn. >>Ihn zu küssen, fühlt sich an, als würde ich in einen Fluss fallen, in einen reißenden Strom, der mich aus meinen Körper herausschwemmt. Überall um uns herum ist das melodiöse Rauschen des Wassers, das immer weiter anschwillt, und ich kann den Wind hören, der über den Sand fegt, das entfernte Singen der Sterne, die hinter ihrem Vorhang aus blauem Himmel verborgen liege, die langsamen, nachhallenden Akkorde der Erde, die um ihre eigene Achse streift.<< Doch Stück für Stück schleichen sich übernatürliche Geschehnisse ein. Anfangs war ich mir etwas unsicher, ob es nur am Alkohol oder an den Drogen lag, das die Protagonistin merkwürdige Dinge sieht, doch die Dinge werden immer merkwürdiger. Durch die Wahl der Ich - Perspektive konnte ich gut mit der Protagonistin mitfiebern. Sie hat schon viel durchgemacht, doch das hat sie stark gemacht. Sie kümmert sich um Aurora und sorgt dafür, dass sie immer heil von den Partys nach Hause kommt. Sehr Interessant fand ich auch Raoul, ein Freund der Mädchen. Meiner Meinung nach wurde er viel zu wenig beachtet, ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren. Die Autorin hat nicht mit ausladenen Beschreibungen nicht gespart, so das es stellenweise etwas langatmig wurde. Im letzten Drittel habe ich das Buch dann kaum noch aus der Hand gelegt. Es wurde wirklich spannend und das Ende war überaschend, zumindest für mich. Laut ctb wird dieses Buch ab 14 Jahren empfohlen. Ich denke aber, dass man sowohl von den Begriffen als auch vom Schreibstil her etwas älter seien sollte.