Leserstimme zu
Die verlorene Frau

Schatten der Vergangenheit

Von: Tine_0111
29.05.2020

Da ich den Roman “Das verlassene Haus“ von der Autorin sehr mochte, war ich natürlich gespannt mit welcher Geschichte sie mich nun begeistern würde. Hier tat ich mich zu Beginn aber leider recht schwer. Doch worum geht es hier in diesem Roman? 1960 sterben in einer Stürmischen Nacht die Eltern der dreizehnjährigen Rebecca. Die Umstände ihres gewaltsamen Todes konnten nie aufgeklärt werden. 2014 verschwindet eine junge Mutter mit ihrem neugeborenen, todkranken Baby. Ihre Schwester Iris, eine Journalistin, soll sie so schnell wie möglich finden. Hilfe sucht sie bei ihrer Mutter Rebecca, die nie von der grausamen Nacht vor 50 Jahren erzählt hat. Doch nur mit der Wahrheit über diese Nacht, kann es Iris gelingen ihre Schwester und ihr Baby zu finden… Zu Beginn hatte ich wirkliche Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Es wurden viele Personen vorgestellt und die Zeitsprünge dazu taten ihr Übriges. Leider kam so für mich nicht wirklich Spannung auf und die Geschichte plätscherte so vor sich hin. Das änderte sich Schlagartig als ich endlich alle Namen zuzuordnen wusste. Ab dann flogen die Seiten nur so dahin. Erzählt wird die Geschichte aus vier Perspektiven. Harvey, Iris und Rebecca in der Gegenwart und Harriet in der Vergangenheit. Das bringt Spannung und löst nach und nach das Rätsel um Rebecca und ihre Eltern. Gerade Harriet und Jacob fand ich als Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Ebenso das Setting in denen ihre Geschichte spielt. Man kann sich dieses durch den wirklich bildhaften Schreibstil der Autorin sehr gut vorstellen. Mit Rebecca hatte ich so meine Probleme, warum kann ich gar nicht genau beschreiben, sie war mir einfach zu verschlossen, zu distanziert. Gerade ihrer Tochter Jessie gegenüber… Die letzten 100 Seiten konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war zwar in einem Punkt leider sehr vorhersehbar, aber der Weg dorthin einfach zu spannend. Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten war es doch ein absolut lesenswerter Roman.