Leserstimme zu
Nordlicht - Die Spur des Mörders

deutsch-dänische Ermittlerarbeit

Von: Ulla Leuwer
01.06.2020

Meine Meinung: Nachdem mir die erste Folge so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich auch das nächste Buch, in dem Boisen & Nyborg ermitteln, lesen. Wie die beiden zusammen arbeiten, wusste ich ja bereits. Ich fand es auch diesmal sehr interessant, den deutschen und dänischen Ermittlern bei der Arbeit zuzusehen. Zumal sie einen wirklich verzwickten Fall aufklären mussten. Außerdem hatte die Autorin damit ein sehr brisantes Thema aus der unrühmlichen deutschen, aber auch dänischen Vergangenheit aufgegriffen. Puh, das war schon hart, was ich da lesen musste. In Krimi geht es ja selten zart zu und bestimmte Situationen erhöhen da auch die Spannung. Aber diesmal betraf es wahre Begebenheiten, die einen schon nachdenklich machten. Anette Hinrichs hat mit ihrem Buch dafür gesorgt, dass ich sehr neugierig war und es am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte. Einige Kapitel erzählten aus der Vergangenheit des Opfers und da so viele Personen an verschiedenen Orten eingebunden waren, mussten die Ermittler reichlich reisen. Ich wusste aber immer, wo sie sich aufhielten, denn die jeweiligen Orte wurden in der Kapitelüberschrift genannt. Wir alle sind ganz schön viel rumgekommen 😉 Was mir ja ebenfalls immer sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt. In diesem Fall mussten sich beide, Vibeke und Rasmus heftigst mit einigem auseinander setzen. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Buch weitergehen wird. Denn eins ist sicher, das möchte ich in jedem Fall auch lesen. Fazit: Spannung, Bewältigung von Entscheidungen aus der Vergangenheit und Gegenwart. Ein sehr gut recherchiertes Buch, das ich gerne weiterempfehle.