Leserstimme zu
AGENT IMPOSSIBLE - Einsatz in Tokio

der gelungene Abschluss einer spannenden Agentenreihe

Von: Andreas Hundeshagen
11.06.2020

Endlich ist der vierte Band der Reihe erschienen! Wir haben ihn schon sehnsüchtig erwartet. Nach den Geschehnissen in den ersten drei Bänden, waren wir schon gespannt, wie es weitergeht. In der Zusammenfassung zum letzten Band hatte ich Bedenken zu einem möglichen Potentialverlust bei weiteren Bänden der Reihe geäußert. Ich kann aber vorwegnehmen, dass es nicht der Fall ist. Hier geht es wieder von Anfang an spannend los und der Leser findet sich wieder schnell in der Story ein. Der Leser sollte aber vorab die anderen Bücher der der Reihe gelesen haben, um die Zusammenhänge zu verstehen. Die beiden jugendlichen Protagonisten Kieron und Sam sind wieder zusammen mit den MI6 Agenten Rebecca (kurz Bex) und Bradley unterwegs, um den Maulwurf beim MI6 ausfindig zu machen und Menschenleben zu retten. Auf den Inhalt gehe ich wie immer, bis auf den aufgeführten Klappentext, in meiner Rezension nicht weiter ein. Kieron und Sam werden älter, haben aber immer noch ihre privaten Probleme. Diese werden meiner Meinung nach auch wieder gut in die Story eingearbeitet. So wird zum Beispiel wieder einen Blick auf das Verhältnis zwischen Kieron und seiner alleinerziehenden Mutter geworfen. Diese findet einen neuen Freund, was Kieron sehr befremdlich findet. Im Laufe der nun vier Bände finden sie immer mehr zusammen. Eine kurze Textpassage beschreibt die Sicht auf der Mutter auf die Pubertät ihres Sohnes, was mir ein Grinsen auf das Gesicht zauberte, da unsere Jungs nun auch 14 Jahre alt sind und ihre pubertäre Phase voll ausleben. Natürlich ist diese Passage unseren Jungs nicht so in Erinnerung geblieben. ;-) Wie auch in den Bänden zuvor, finden sich auch hier Fakten und Informationen zum den einzelnen Orten des Abenteuers. So gibt es zum Beispiel einen kurzen historischen Abriss zu den Falkland-Inseln. Etwas suchen musste ich bei der "Himmelfahrtsinsel". Sie ist allgemein bekannt unter den Namen "Ascension Island". Dann fand ich noch den kurzen Einblick zu Japan und seinen "Kapselhotels" sehr interessant. Mir war nicht bewusst, dass es so etwas gibt. Aber man lernt halt immer noch dazu. Diesmal geht es auch um einen sozialkritischen Blick auf radikalisierende Glaubensgemeinschaften, der zum Nachdenken anregt. So wie in den vorherigen Bänden findet man hier auch wieder Parallelen zu bekannten Agenten-Geschichten wie zu Beispiel "Mission Impossible". Andrew Lane versucht aber auch mit typischen Klischees aufzuräumen, was besonders bei einer Entschärfung einer Bombe zur Geltung kommt. Hier scheint er ganz klar sein Hintergrundwissen aus seiner Zeit beim britischen Verteidigungsministerium einzubringen. Am Ende überschlägt sich die Geschichte ein wenig und ist plötzlich zu Ende. Selbst meine Söhne hatten sich dies ein wenig anders vorgestellt. Vielleicht ist es aber auch nur so, weil die Geschichte nun zu Ende geht und wir uns von den Protagonisten verabschieden müssen? Es ist ein gelungener Abschluss einer Reihe, die uns wirklich Spaß gemacht und unterhalten hat. Und ja, das Buch ist nicht nur für Jugendliche gedacht, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene. Hier hat einfach alles gut zusammengepasst: Action, geschichtliches Hintergrundwissen, soziale Aspekte, zwischenmenschliche Beziehungen, Technik- und Computer-Einsatz und vor allem die packende Storyline.