Leserstimme zu
Der kleine Drache Kokosnuss und der chinesische Drache

Thematisch nicht unser Favorit, die Handlung ist knapp und der rote Faden fehlt.

Von: Fernweh_nach_Zamonien
17.06.2020

Mit welchem der Bücher man beginnt oder ob man schon welche gelesen hat, ist ganz gleich, denn die Geschichten sind unabhängig voneinander. Sollte doch einmal eine vorherige Handlung aufgegriffen werden - hier die Wetterhexe -, so wird dies in einer Fußnote kurz erläutert. Auch Fremdwörter und chinesische Begriffe wie die Begrüßung "Ni hao" werden per Fußnote erklärt. Die Charaktere sind wie immer liebevoll gestalten und die Hilfsbereitschaft der drei Freunde Oskar, Matilda und Kokosnuss hat uns sehr gut gefallen. Oskars Vater Herbert trampelt ein wenig unbeholfen durch das Abenteuer. Es ist zu Beginn ein humorvolles und interessantes Abenteuer, denn lernt man ein wenig über Höflichkeit und ein paar chinesische Wörter (Hallo, Auf Wiedersehen u.a.). Leider zählt es nicht zu unseren Favoriten, was an der Oberflächlichkeit der Handlung und dem fehlenden roten Faden liegt. Außer Höflichkeit, viel Gerede über Essen (die üblichen Witze über Vegetarier Oskar) geschieht reichlich wenig. Bis der fürchterliche Drache Long Long auftaucht und man hofft, es kommt Spannung in Spiel. Die Versuche der drei Freunde, Long Long zu besänftigen haben zwar zu einigen Lachanfällen geführt, aber der Sinneswandel des Drachen und allgemein das Ende kommt derart abrupt, dass wir zunächst dachten, etwas Wichtiges überlesen zu haben. Vom kleinen Drachen Kokosnuss sind wir Besseres gewohnt. Fazit: Ein humorvolles und farbenfroh illustriertes Kokosnuss-Abenteuer in China mit einem gigantischen Drachen und lustigen Flugkunststücken. Leider mangelt es an Handlung und das Abenteuer ist in sich nicht schlüssig und abrupt zu Ende.