Leserstimme zu
Alles, was geschieht, hat seinen Grund

Emotionale, einnehmende Frauenschicksale

Von: Morgenschnecke
01.09.2020

Im Roman der spanischen Autorin Arantza Portabales, werden die Geschichten von vier Frauen, im heutigen Madrid erzählt. Jede der Frauen hinterlässt auf dem Anrufbeantworter einer ihnen nahe stehenden Person Sprachnachrichten, aus denen der Leser nach und nach von ihren Problemen und Geheimnissen erfährt. Die Kapitel sind kurz, abwechselnd kommen Carmela, Marina, Sara und Viviana zu Wort. Anfangs fand ich die schnellen Wechsel gewöhnungsbedürftig, aber schon bald konnte ich die Geschichten gut auseinander halten, und fand den Schreibstil und die Charaktere regelrecht einnehmend. Aus einer emotionalen Not heraus, wählen die Vier diese ungewöhnliche Art der Kommunikation per Anrufbeantworter. Alle stehen dabei an einem Wendepunkt im Leben, stehen vor wichtigen Entscheidungen. Nach und nach wird dem Leser klar, daß es Berührungspunkte zwischen den einzelnen Leben gibt, das macht den kurzen Roman äußerst spannend, und es wird klar, daß der Titel hier tatsächlich zu dieser Geschichte gehört, denn, „Alles, was geschieht, hat seinen Grund“.