Leserstimme zu
Tot bist du perfekt

Fesselnder SciFi/Thriller

Von: wortesindmagie
17.09.2020

Das ist kein Spoiler, denn zu Beginn stehlt sich heraus das die Protagonisten Abbie ein Cobot ist, eine künstliche Intelligenz. Die ganze Geschichte an sich hat einige dystopische Elemente und erinnerte mich an den Film iRobot. Sie wird in zwei Erzähl- und Zeitformen erzählt. Einmal in der Du-Form, in der du von außen betrachtet, die Sicht von Abbie erlebst (Gegenwart). Und einmal in der Wir-Form, aus der Sicht der Mitarbeiter von Tims Robotic Unternehmen (Vergangenheit). Viele empfanden die Du-Form als störend, ich jedoch nicht, ich gewöhnte mich schnell daran. Ich empfand es von Anfang an sehr fesselnd und hatte schon einige Ideen wie die Geschichte verlaufen könnte und jedes Mal lies mich der Autor in eine Falle tappen, so das ich dachte ich sei auf der Richtigen Spur um dann doch eines besseren belehrt zu werden. Man spürte beim lesen so richtig die ständige Bedrohung die auf einen lauerte. Das Ende war einfach brillant umgesetzt, als ich es las blieb mir der Mund offen stehen, ein sehr gelungener Plottwist. Die Charaktere waren sehr spannend ausgearbeitet und besonders die künstliche Intelligenz, Abbie mit menschlichen Gefühlen und Empfindungen, kam auch genauso rüber, Menschlich, was manchmal etwas verwirrend war und mich leicht vergessen lies das sie gar kein Mensch ist. Die Geschichte stellt die Moral sowie auch das Menschsein in Frage. Auch das Thema Hella Syndrom hat eine tragende Rolle, den der Sohn von Abbie und Tim ist davon betroffen. Eine sehr komplexe, abwechslungsreiche Handlung, nur der kleine gewisse Kick fehlte mir und deshalb ziehe ich einen halben Punkt ab. 4,5 von 5 ⭐️