Leserstimme zu
Die Pestmagd

Die Pestmagd

Von: Olga K.
21.05.2015

In "Die Pestmagd" geht es um Johanna, die vor einiger Zeit ihren Mann verloren hat und nun versucht den Weinhandel, mit dem ihr Mann begonnen hatte, weiterzuführen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Jedoch hat sie einen Widersacher. Der Bruder ihres verstorbenen Ehemannes möchte um jeden Preis Johannas Haus haben und nachdem sie ihn abgewiesen hat, scheut er vor nichts zurück, um an sein Ziel zu kommen. Aber damit nicht genug - Johannas Vergangenheit folgt ihr bis nach Köln und die Pest beginnt sich in der Stadt auszubreiten. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Was die Spannung zwischen den einzelnen Kapiteln erhöht und dem Leser hilft, die einzelnen Charaktere besser kennenzulernen. Brigitte Riebe hat mit dieser Geschichte einen spannenden historischen Roman geschaffen, mit sympathischen Helden und gut gezeichneten Bösewichten. Zudem zeichnet sich die Geschichte durch einen guten Spannungsbogen aus, der einen immer wieder zum Weiterlesen drängt. Wenn ich an diesem Buch irgendetwas zu bemängeln habe, dann sind es lediglich zwei Kleinigkeiten. Erstens, dass der Klappentext, meiner Meinung nach, zu viel verrät und dem Leser somit einiges an Spannung vorab wegnimmt. Denn das, was im Klappentext erwähnt wird, geschieht erst ab der Hälfte des Romans und somit weiß der Leser einfach oft, wie einzelne Situationen ausgehen müssen (damit eben jenes eintreffen kann) - hier hätte ich mir etwas weniger Information vorab gewünscht. Das zweite kleine Manko, meiner Ansicht nach, ist das Ende gewesen - hier hätte ich mir noch mehr gewünscht. Die ganze Geschichte ist spannend aufgebaut und strebt auf ein Finale hin, von dem ich mir immer mehr erhofft hatte und immer Größeres erwartet habe. Deshalb war es mir etwas zu wenig. Ansonsten kann ich rein gar nichts an der Geschichte aussetzen. Brigitte Riebe hat einen angenehmen Schreibstil, der einen direkt in die Geschichte zieht. Ihre sympathischen Charaktere und die spannenden Wendungen halten einen dort. Von mir 4,5 Sterne!