Leserstimme zu
Das Dunkel der Seele

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Gut gegen Böse im Luxushotel!

Von: Atelier Maikind
22.05.2015

***Spoiler*** In der Schule ein unbeliebter Außenseiter und im Nebenjob immer gefragt – das ist das Leben von Haven Terra bis sie ein geheimnisvolles Praktikum angeboten bekommt. Auch zwei ihrer Mitschüler, darunter auch ihr bester Freund Dante, haben einen dieser Plätze bekommen. Doch schon nach kurzer Zeit bemerkt Haven das etwas nicht Stimmt. Fotografien, die sie von den Angestellten des Hotels gefertigt hat, beginnen sich zu verändern. Aus den sonst so makellos schönen Menschen sind echte Horrorgestalten geworden. Dieser Fakt begrenzt sich bald nicht mehr auf die Bilder. Das Syndikat will den drei Freunden böses und Haven muss alles geben um sie zu retten. Zugegeben, diese Geschichte war anders als die, die ich bisher jemals gelesen habe. Diese Engels-Idee habe ich ja schon mal bei Tanja Heitmann gelesen, aber da sie mir dort gar nicht gefallen hat, habe ich dieses Thema schnell wieder abgehakt. Dieses Buch hier ist anders – sehr anders. Vielleicht sollte ich noch sagen, dass dieses Schmuckstück der erste Band einer Trilogie ist und genau deswegen habe ich mir nicht allzu viel Hoffnung auf Action und Spannung gemacht und somit meine Erwartungen recht niedrig gehalten. Zum Glück! Es war wirklich sehr langatmig. Die Spannung hat so spät eingesetzt, dass ich mich durch die ersten beiden Teile hindurch quälen musste. Lediglich der letzte Teil war wirklich fesseln und reich an Action. Mich hat das Ende am meisten gefreut, nein, damit meine ich nicht, dass ich mich darüber gefreut habe endlich fertig zu sein. Ich meine lediglich das Pairing des Endes. Lance war mir ja eh sehr sympathisch und daher freue ich mich wirklich sehr für ihn. Wie schon gesagt, dass Buch war wahnsinnig langatmig. Zum einen mag das sicherlich an der Länge dieses Buches liegen, zum Anderen ist der sehr detailreiche Schreibstil der Autorin sicher daran Schuld. Aimee Agresti versucht uns wirklich mit Details zu ersticken. Sie beschreibt die Farbe der Zimmer, die Uniformen, das Hotel, der Menschen – kurz gesagt: einfach alles – viel zu genau. Normalerweise liebe ich es alle möglichen Einzelheiten erklärt zu bekommen, aber bei diesem Buch war das anders. Dieses ganze Beschreiben hat einem einfach die Spannung genommen und das ist der absolute Lesefluss-Killer schlecht hin. Geschrieben wurde das Buch übrigens aus Haven‘s Sicht. Daher gehört natürlich auch das typische Mädchengeschwärme für Lucian dazu, aber das hält sich wirklich in Grenzen. Das Cover hat mich durch seine geheimnisvolle Atmosphäre überzeugt. Darauf ist eine Frau abgebildet, welche ein rotes Kleid trägt, das aussieht wie eines der Kleider wie Haven es bei einer Feier im Hotel getragen haben könnte. Der dunkle Hintergrund harmoniert gut mit der gelben Schrift und greift hier das Thema “hell gegen dunkel“ oder eben „gut gegen böse“ wieder auf. Jenes optische Hauptthema setzt sich auf dem Buchrücken sowie der Buchrückseite fort. Würde ich dieses Buch weiterempfehlen? Schwierige Frage. Es hat sich wirklich zu lang gezogen, jedoch am Ende war es wirklich sehr spannend. Meine Kaufempfehlung geht daher an Menschen, die sich durch langweilige Anfänge nicht abschrecken lassen und auf Geschichten rund um Engel stehen. Von mir bekommt „Die Erleuchtete – Das Dunkel der Seele“ leider nur 3 von 5 Sternen. ★★★☆☆ Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar und hoffe, dass ich einige Leser für diese Reihe begeistern konnte