Leserstimme zu
30 Tage und ein ganzes Leben

Es erzählt auf humorvolle und teilweise gefühlvolle Weise über einen geplanten Suizid. Gute Unterhaltung für zwischendurch mit ernster Thematik.

Von: Katis-Buecherwelt
27.05.2015

Zum Buch: Diese Klappbroschüre zeigt eine, in der Form von Silhouetten abgebildete Frau und eine Katze vor einem Abgrund stehend, umgeben von Blumenranken. Als Leser erkennt man sofort, dass sich diese Frau hinabstürzen möchte und es sich in dieser Geschichte um das Thema Suizid handeln wird. Sehr gut gefallen hat mir auch die Innengestaltung des Buches. Im Inneren der Klappbroschüre gibt sich das Cover ähnlich wieder und es zeigen sich einige Zitate des Buches. Durch die sehr kräftige Farbauswahl sticht das Buch optisch schon sehr hervor und lädt ein, es sich näher zu betrachten. Erster Satz: "Ich warf die Teekanne aus dem Fenster." Meine Meinung: "30 Tage und ein ganzes Leben" ist der Debütroman von Ashley Ream und beschäftigt sich mit einem ernsten Thema, dem Suizid, was hier aber mit einer großen Portion Humor geschrieben ist. Die Hauptprotagonistin Clementine beschließt ihrem Leben ein Ende zu bereiten und zwar in genau 30 Tagen. Sie plant ihren Tod bis ins kleinste Detail, doch nicht alles ist planbar und so gibt es kleinere Wendungen bis zum Tag X. Die Geschichte ist in eine Art Countdown von Tag 30 bis zum bevorstehenden geplanten Todestag geschrieben. Es erzählt über Clementines Leben, wie sie ihren Tod organisiert, was sie in ihrer Kindheit erlebt hat, ihre gescheiterte Ehe und aus ihrem Job. Eine Reise durch ihr Leben bis zum bitteren geplanten Ende. Der Schreibstil ist in der Erzählperspektive aus der Sicht von Clementine geschrieben und dies gefiel mir sehr gut. Man erhielt den Eindruck, es von ihr selbst als Freundin erzählt zu bekommen. Sehr humorvoll bringt die Autorin Ashley Ream diese Geschichte an den Leser und ich musste oftmals schmunzeln. Doch war mir Clementine anfangs nicht ganz so sympathisch, was sich im Laufe der Geschichte ein wenig besserte. Zwischendurch empfand ich die Geschichte etwas ausschweifend und langatmig. Es gab einige schöne aber auch unschöne Geschehnisse von denen sie erzählt, doch fand ich diese nicht sehr relevant für diese Geschichte und lenkte ein wenig von der Hauptgeschichte ab. Emotional hat mich die Autorin nicht ganz so gepackt wie erhofft. Es gab zum Ende eine Szene mit Chuckles die mich sehr zu Tränen gerührt hat, aber dies war dann auch die Einzige. Das Ende war mir ab einem gewissen Punkt vorhersehbar, obwohl es dann doch in einem Punkt offen blieb und mich fragend zurück lies. Die Antwort darauf bleibt dem Leser überlassen und ich bin mir da noch nicht ganz einig, wie mein persönlicher Abschluss aussehen mag. Fazit: Mit "30 Tage und ein ganzes Leben" schreibt Ashley Ream ihren Debütroman und erzählt auf humorvolle und teilweise gefühlvolle Weise über einen geplanten Suizid. Gute Unterhaltung für zwischendurch mit ernster Thematik.