Leserstimme zu
Sag, dass du mich liebst

Äußerst spannend und verwirrend {Rezension}

Von: Barbara Lerchenberger
08.06.2015

Ich habe den Psychothriller „Sag, dass du mich liebst“ von Joy Fielding (der Hörverlag) über das Bloggerportal von Random House zum Rezensieren zugeschickt bekommen. Hörbücher nehme ich mir, wie ihr sicher schon gelesen habt, am liebsten mit ins Auto und höre sie auf dem Weg ins Büro. Und bekanntlich ist es bei ja ein Zeichen dafür, dass mir ein Hörbuch gefällt, wenn ich – Zuhause angekommen – noch eine Weile im Auto sitzen bleibe und weiter höre. Das ist mir bei diesem spannenden Thriller gleich ein paarmal passiert. ;-) Inhalt Die Protagonistin Bailey Carpenter ist als erfolgreiche Privatermittlerin für eine Anwaltskanzlei in Miami tätig. Schon allein von Berufswegen, ist sie es daher gewohnt, die Dinge stets unter Kontrolle zu haben. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als sie eines Nachts bei einer Observierung von einem Unbekannten brutal überfallen und vergewaltigt wird und nur knapp dem Tod entkommt. In den ersten Wochen nach diesem Überfall ist sie nicht mal in der Lage ihre Wohnung zu verlassen. Angstattacken quälen sie, zudem ist sie besessen von dem Gedanken verfolgt zu werden, daher zieht sie sich fast völlig in sich zurück. Den einzigen Personen, denen sie vertraut, sind ihr Bruder Heath sowie ihre Halbschwester Claire. Heath für seinen Teil ist allerdings so sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt, dass er keine große Hilfe für Bailey ist. Ganz im Gegensatz zu Claire, zu der sie bisher keinen Kontakt hatte, die sich aber nun liebevoll um sie kümmert. Ihr vertraut sie sich zunehmend immer mehr an. Und dann entdeckt Bailey eines Tages, dass sie ihr Nachbar im Hochhaus gegenüber beobachtet. Bailey ist außer sich vor Angst, denn er scheint ein makabres Spiel mit ihr zu treiben. Doch weder die Polizei noch ihre Geschwister wollen ihr glauben – selbst dann nicht, als sie sieht, wie dieser Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht. Meinung Mir hat der Thriller „Sag, dass du mich liebst“ wahnsinnig gut gefallen! Er war von der ersten Minute an spannend – und ist dies auch bis zur Auflösung noch geblieben. So spannend, dass ich mich gleich ein paarmal plötzlich in einer stockdunklen Tiefgarage vorgefunden habe, was bei diesem Thema ja auch nicht optimal ist. ;-) Die Figuren sind sehr gut gezeichnet. Mit der Protagonistin Bailey kann man von Anfang an mitfühlen – auch in Bezug auf ihre Sympathie und Antipathie ihren Halb-Geschwistern sowie ihrem Bruder gegenüber, genauso wie ihren Einschätzungen zu dem, was sie vermeintlich sieht oder nicht. Das Ende ist übrigens auch sehr spannend geschrieben. Es gibt nämlich quasi zwei… Wobei man bei der ersten Auflösung gleich denkt, „Gott sei Dank, jetzt haben sie ihn“. Aber weit gefehlt – es geht nämlich noch weiter. Also von meiner Seite aus, auf jeden Fall absolut empfehlenswert! :-)