Leserstimme zu
Monument 14: Die Rettung (3)

trotz Kritikpunkten ein zufriedenstellendes Ende

Von: Favola
09.06.2015

Auch Band 3 liest sich zwar locker, doch er konnte mich leider nicht wie die ersten beiden Teilesofort packen. Die Autorin musste einiges an Zeit investieren, um die 'Handlung' vorzubereiten. Wo wir vorher die Kapitel aus den Perspektiven der Brüder Dean und Alex erlebt haben, ist das hier anders. Alle Kinder und Jugendliche sind in einem 'Flüchtlingslager' in Kanada, nur Josie ist noch in den Staaten und zwar in einer Einrichtung für Nuller, Personen mit Blutgruppe null, die durch die ausgetretenen Chemikalien die Beherrschung über sich verlieren. In dieser Einrichtung geht es alles andere als menschlich zu und her und als die anderen per Zufall ein Foto von Josie in der Zeitung entdecken, beschliessen sie, eine Rettungsaktion zu starten. Sie alle dachte nämlich, dass Josie tot wäre. So machen sich Niko (erfahrener Pfadfinder und in Josie verliebt), Astrid (im 6. Monat schwanger und auf der Flucht, da an ihr Experimente gemacht werden sollen), Dean (Erzähler und Freund von Josie) und Jake (Ex-Freund von Astrid und werdender Vater) erneut auf den Weg. Erst musste ich mich an die Perspektivenwechsel gewöhnen, denn in Band 2 erlebten wir ja noch Dean und seinen Bruder Alex. Danach konnte mich aber gerade der Handlungsstrang von Josie überzeugen. Ich finde es toll, dass Mario Scietto auch wieder einen Platz in der Geschichte gefunden hat und mit ihm zusammen baut sich Josie eine neue 'Familie' in einer wirklich tristen und brutalen Einrichtung auf. Und so darf man auch in Band 3 nicht zart besaitet sein, denn es gibt einige grausame Szenen. Zwar ist "Die Rettung" für mich ein zufriedenstellendes Ende, doch ich muss trotzdem anmerken, dass ich es den schwächsten Teil fand. Klar fehlte das spezielle Setting im Einkaufszentrum vom Anfang, doch der grösste Kritikpunkt von meiner Seite ist vor allem der etwas zähe Beginn, bis es endlich wieder losging. Sobald dann aber Dean, Niko, Astrid und Jake wieder unterwegs waren, bekam auch die Geschichte mehr fahrt und überschlägt sich beinahe, bevor dann alles etwas zu glatt und einfach endet. Fazit: Obwohl ich den einen oder anderen Kritikpunkt zu verzeichen habe, ist "Monument 14. Die Rettung" im grossen und ganzen ein zufriedenstellender Trilogieabschluss. Wer Lesefutter sucht, das in einer düsteren Zukunftsvision spielt, ist mit Emmy Laybournes Trilogie sicher gut bedient.