Leserstimme zu
Vier Beutel Asche

Eine wirklich beeindruckend erzählte Geschichte

Von: Maddie
10.06.2015

Das Buch hat ein wirklich schönes Cover. Ich mag die sehr großen Buchstaben total gern. Auch das abgehackte gefällt mir dabei sehr gut. Am Anfang war ich davon nicht so überzeugt, aber als ich das Buch dann in den Händen gehalten habe, fand ich es wirklich sehr hübsch. Die vier Freunde, die auf ihrem Roller oder Motorrad entgegen der Sonne fahren, verleihen dem Buch gleich den passenden Eindruck. Dieses kleine Motiv spiegelt einen wesentlichen Teil der Geschichte wieder. Man sieht hierbei Lena mit Jan auf dem Roller, und Maik mit Selina auf dem Motorrad. Wirklich sehr schön gemacht. Das Buch beginnt damit, das sich Jan - Christophs bester Freund - an dem Mann rächen möchte, der Christoph überfahren hat. Ich fand den Einstieg sehr gut, denn er spiegelte die volle Verzweiflung von Jan wieder, die er in den letzten Monaten hatte. Alles wirkt düster und voller Trauer. Ein paar Tage später geht er auf den Friedhof um Christoph an seinem Geburtstag zu besuchen. Dabei trifft er auch Maik, Lena und Selina; die alle aus unterschiedlichen Gründen genau in dieser Nacht an Christophs Grab kamen. In ihren reift der Gedanke, Christophs letzten Wunsch zu erfüllen und ihm eine Seebestattung zu ermöglichen. Der Aufbau des Buches hat mich wirklich mitgerissen. Wie schon gesagt, war am Anfang des Buches sehr viel Trauer, Wut und Verzweiflung. Je näher die vier ihrem Ziel kommen, desto weiter entwickeln sie sich. Und desto mehr entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen. Dieses Buch beinhaltet kein einfaches Thema: Wie komme ich mit dem Tod meines Freunden, besten Kumpels oder Schwarm zurecht? Der Autor hat es wirklich sehr gut gemacht. Hat Fragen gestellt, und sie auch versucht zu beantworten. Er hat gewisse Stellen nicht in Watte gepackt, sondern ausführlich erörtert. Er hat sich zum Teil seine eigene Meinung gebildet, hat dem Leser aber auch Freiraum gegeben, selbst darüber nachzudenken. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Entwicklung der Charaktere ist sehr gut rüber gebracht worden. Man konnte sich in die hinein versetzten, aber wenn alle vier eine unterschiedliche Ansicht auf die Situation hatten. Beschrieben wird alles aus der Jan's Sicht. Zwischendurch kommen immer mal kleine Rückblicke aus der Zeit mit Christoph. Diese sind aber dann immer aus der Erzählerperspektive geschrieben. Dadurch konnte man sich einen eigenen Überblick verschaffen, wie Christoph war. Die Spannung des Buches wurde überwiegend konstant gehalten. Der Schreibstil war sehr einfach und gut verständlich. Was ich sehr amüsant fand, war, dass der Ort an dem sie Christophs Asche ins Meer geben wollte, Morlaix in Frankreich war. Der Ort, an dem ich vor etwa drei Jahren mit meiner Familie im Urlaub war. Ich konnte mir also alles genausten vorstellen. Ich würde das Buch wirklich jedem empfehlen. Es ist wirklich ein sehr interessantes Thema, welches wirklich beeindruckend verpackt wurde.