Leserstimme zu
Sommer vorm Balkan

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Kaleidoskop an Erinnerungen und Fakten über Jugoslawien, und die eigene Biographie

Von: Winterkind
18.06.2015

Pilic beschreibt in ihrem Buch das Leben ihre Familie und das Land Jugoslawien, bis etwa 1990. Ein Land, welches es so nicht mehr gibt, und welches durch die furchtbaren Kriege in den 1990er Jahren zerrissen und zerstört wurde. Neben zahlreichen lustigen und traurigen Geschichten über ihre Familie und ihre Vorfahren finden sich allerlei Fakten und Geschichten über öffentliche Personen, von Künstlern, Dichtern und Erfindern, bis hin zu Tito. Pilic hat ein Faible für Sprachen und so lernt man einiges über die slawischen Sprachen und Redewendungen. Die erste Hälfte des Buches liest sich stellenweise aber zu sperrig und zu ordinär in manchen Ausdrücken, was den Lesefluss unrund macht. Der zweite Teil ist dann jedoch grosses Kino. Pilic kann gut schreiben und lustig erzählen, das Buch ist deshalb trotz meiner Kritikpunkte klar lesenswert.