Leserstimme zu
30 Tage und ein ganzes Leben

Teilweise sehr langatmig, aber am Ende hat mich Ashley Ream doch noch berührt

Von: Anne
29.06.2015

________________________________ Cover: Der Stil des Covers erinnert mich stark an Jojo Moyes, ich mag dies zwar, aber irgendwie ist es auch langweilig, dass es momentan so extrem viele Büchercover solcher Art gibt. Auf dem Cover erkennt man eine Frau (Clementine), die am Abgrund steht und auch eine Katze (Chuckles) - was es mit den Beiden auf sich hat, werdet ihr gleich erfahren. ________________________________ Schreibstil: Locker, leicht und aus der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin Clementine wird der Leser mit auf die Reise der letzten 30 Tage von Clementine genommen. Mir fiel das Lesen von Anfang an nicht schwer und so kam es dann auch, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen hatte. Wenige Schachtessätze und viel wörtliche Rede vereinfachten den Lesefluss. ________________________________ Inhalt: Clementine, eine erfolgreiche Malerin, beschließt in 30 Tagen zu sterben. Warum und weshalb genau erfährt man erst inmitten der Geschichte. Sie beschließt also ihren Tod genau zu organisieren und feuert als erstes ihren "Seelenklemptner", ihre Assistentin und vernichtet sämtliche Antidepressiva. Sie macht sich eine Liste, was sie in ihren letzten 30 Tagen noch erledigen muss, etwa ihren Kater Chuckles bei einer Familie unterbringen, sich mit ihrem Ex-Mann Richard aussprechen oder auch ein letztes Bild malen. Da Clementine selbst sehr streitsüchtig ist und überhaupt einen schwierigen Charakter hat, läuft bei ihren Erledigungen nicht alles so wie sie es sich vorstellt... ________________________________ Mein Eindruck: Die letzten 30 Tage eines Lebens sollten ausgekostet werden - genau das dachte Clementine auch. Sie hat allerhand Besorgungen zu erledigen, doch ihr fehlte oftmals der Antrieb. Der Charakter von Clementine war teilweise etwas anstrengend, da sie oft zickig und streitsüchtig wirkte. Der Einstieg in die Story fiel mir sehr leicht, doch im Verlauf waren einige Passagen seeehr langatmig. Ich finde es völlig okay, wenn die Umgebung beschrieben wird, aber 1,5 Seiten eine Kirche o.ä. zu beschreiben, ist einfach zu viel. Teilweise hätte ich mir mehr Spannung gewünscht oder bestimmte Passagen genauer beschrieben. Ob Ashley Ream es nun geschafft mich zu berühren? - ja und nein. Im Verlaufe der Geschichte waren ein paar Durststrecken, doch am Ende hat sich mich dann bekommen. Es ist ein leichter Frauenroman, wobei die Thematik alles andere als leicht ist.