Leserstimme zu
Das Dunkel der Seele

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Unentschlossen

Von: Jenny Bücherwurm
09.07.2015

Meine Meinung Ich habe das Buch bei Skoobe entdeckt und es lag anschließend sehr lange auf meiner Merkliste. Da einige Bücher mit dem Thema "Engel" zu meinen Lieblingsbüchern gehören, habe ich mich endlich aufgerafft und das Buch begonnen. Haven ist nicht, wie die anderen Schüler ihrer Highschool. Sie wurde mit fünf Jahren verletzt und mit Erinnerungslücken am Straßenrand gefunden und weiß bis heute nicht, wie ihr Leben davor aussah. Doch sie hatte Glück. Joan, eine der Krankenschwestern, die sich im Krankenhaus um Haven gekümmert hatten, nimmt sie bei sich auf und schenkt ihr dadurch eine behütete Kindheit. In der Schule ist Haven eine herausragende Schülerin. Sie liebt das Fotografieren und ihren besten Freund Dante. Als sie und Dante, sowie sein Freund Lance für ein einmaliges Praktikum auserwählt werden, kann es Haven zunächst gar nicht fassen. Doch dort angekommen, merken die drei schnell, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Aurelia, die Chefin und ihr Vertreter Lucian spielen mit gezinkten Karten. Haven mochte ich gleich zu Anfang. Sie ist Mädchen, dass ihre Handlungen durchdenkt und sich nicht so leicht von den Verführungen des Alltags leiten lässt. Andere Jugendliche gehen auf Partys, betrinken sich. Haven hingegen arbeitet freiwillig im Krankenhaus und lernt wie eine Besessene. Während ihrer Praktikumszeit gab es gewisse Situationen, in denen man Haven gerne wachrütteln wollte. Doch mit dem Verlauf der Geschichte merkte sie selbst, was falsch und was richtig war. Dante ist ein Wirbelwind. Aufgeschlossen, Schwul und Havens bester Freund. Er verfällt schnell in immer wieder neue Schwärmereien für irgendwelche Typen und das macht ihn irgendwie total sympathisch. Seine Sprüche, wenn er jemanden toll findet, sind zuckersüß und passen einfach zu ihm. Lance lernt man erst im Verlauf der Geschichte kennen und auch erst, als er und Haven sich näher kommen. Er ist einem trotz seiner anfänglichen Zurückhaltung sehr sympathisch. Dann hätten wir da noch "die Bösen". Gleich bei ihrem ersten Auftritt in der Geschichte wusste ich. Aurelia ist eine falsche Schlange! Ich weiß auch nicht, warum, aber es war einfach so. Grr. Lucian, ihr Stellvertreter, wirkte auf mich ebenfalls mehr als komisch, dennoch hat sich im Laufe der Geschichte schnell herauskristallisiert, weshalb er so ist. Der Schreibstil ist jugendlich, frisch und man kann das Buch in einem durchlesen. Was mich ein wenig gestört hat, waren die zwischendrin immer wieder langgezogenen, langweiligen Passagen. Die hätte man auch getrost überblättern können, ohne, dass man etwas verpasst hätte. Das Cover gefällt mir sehr. Immer, wenn ich auf meinem Kindle das Cover gesehen hatte, musste ich innehalten. Herrlich. Fazit Ich habe mir eine Geschichte, in der es um Engel geht, irgendwie religiöser vorgestellt. Dies ist ein Aspekt, der mir hier irgendwie vollkommen fehlt. Man redet immer wieder über die Hölle und die Dämonen, aber Gott, der für mich in fester Verbindung zu Engeln steht, findet null Erwähnung. Die Kräfte, die Haven als "Engel in Ausbildung" in sich trägt, sind auch nicht wirklich engelhaft. Trotz der Kritiken hat mir die Geschichte gut gefallen. Es ist nichts Neues, dass Engel gegen Dämonen kämpfen, aber hier ist es eben noch ein wenig anders. Ich vergebe, weil mir eben die Erwähnung zu Gott fehlt, drei von fünf Sternen. ★★★