Leserstimme zu
Mr. Peregrines Geheimnis

A.J. Hartley - Mr. Peregrines Geheimnis

Von: Buechergeplauder
19.07.2015

Drawen Arkwright, aus England, hat seine Eltern bei einem schweren Verkehrsunfall verloren. Nun zieht er zu seiner Tante nach Atlanta, doch Amerika ist so anders als England. Manchmal versteht er gar nicht, was seine Tante von ihm will. Amerika ist einfach nicht England, alles ist so anders. Drawen ist mit seiner Tante im Einkaufszentrum und entdeckt ein merkwürdiges Flugwesen. So etwas hat er noch nie gesehen. Er ist sich sicher, dass das kein normaler Vogel ist. Das merkwürdige an der ganzen Sache ist, dass nur Drawen dieses Flugwesen auffällt, alle anderen scheinen es nicht wahrzunehmen. Er folgt dem Wesen und landet in einem kleinen Laden ganz hinten, kaum wahrnehmbar, im Einkaufszentrum. Der Laden ist alles andere als normal und modern, so wie es die anderen Geschäfte im Einkaufszentrum sind. Es ist ein Laden, der nur alte und schäbige Spiegel verkauft und diese zu unbezahlbaren Preisen. Drawen lernt den Ladenbesitzer kennen, Mr. Peregrine und versucht ihm zu erklären, dass er ein Flugwesen entdeckt hat, dass in sein Laden geflogen ist. Mr. Peregrine scheint eine plausible Erklärung über das Wesen zu haben, mit der Drawen sich zufrieden gibt, schließlich ist in Atlanta alles etwas anders, als er es gewohnt ist. Mr. Peregrine scheint Drawen sehr sympathisch zu finden und schenkt ihm ein kleinen Spiegel. Die einzige Bedingung ist, dass er diesen nur in seinem Zimmer aufhängt. Drawen ist damit einverstanden und hängt ihn noch am gleichen Tag in seinen Wandschrank. Als es Zeit ist ins Bett zu gehen bemerkt Drawen, dass etwas mit dem Spiegel ganz und gar nicht stimmt. Er hat sich verändert! Der Spiegel zeigt nicht, wie Drawen es eigentlich erwartet hat, sich und sein Zimmer, es zeigt einen wunderschönen Wald. Wie kann das möglich sein? Als er den Spiegel bekommen hat, war dieser noch eins stinknormaler Spiegel, aber jetzt scheint er ihm eine andere Welt zu zeigen. Das merkwürdige an der Sache ist, dass nur Drawen diesen Wald sieht, für alle anderen ist der Spiegel ein stinkormaler, alter Spiegel. Drawen kann seinen Augen nicht glauben und sieht sich den Spiegel genauer an. Plötzlich findet Drawen sich in einer neuen Welt wieder. Eine Welt die alles andere als harmlos ist. Dort leben Kreaturen, die jagt auf Kinder machen. Es scheint so, als versuchen diese in die Menschenwelt einzudringen, doch was haben sie vor? Drawen weiß nur eins, er muss unbedingt mit Mr. Peregrine reden. Denn niemand anderes wird ihm diese Geschichte jemals glauben. Eine Reise zwischen Realität und Fantasie beginnt. "Mr. Peregrines Geheimnis" ist der erste Band der "Drawen Arkwright" Reihe von A.J. Hartley. Ich muss zugeben, dass ich über ein Monat gebraucht habe, um dieses Buch zu beenden. An was das gelegen hat kann ich nicht sagen, denn das Buch war nicht schlecht. Es war mal etwas anders, so was in der Art habe ich bis jetzt noch nicht gelesen und es hat mir ganz gut gefallen. Die Geschichte fängt schon sehr spannend an. Ein unbekanntes Wesen, ein unheimlicher Laden und ein überaus merkwürdiger Ladenbesitzer, der Drawen einen geheimnisvollen Spiegel schenkt. Ein Spiegel, der soweit mehr ist, als nur ein normaler Spiegel, er ist das Tor zu einer unglaublichen Welt. Eine Welt voll mit Wesen, die gut, wie auch böse sein können. Doch wieso um alles in der Welt schickt Mr. Peregrine Drawen dorthin? Was hat er sich dabei nur gedacht? Viele Fragen wird man sich immer wieder beim Lesen stellen, die teilweise auch schon im ersten Band beantwortet werden. Einige bleiben offen, doch die Reihe hat ja weitere Bänder, in denen man noch mehr erfahren wird. Drawen ist ein sehr sympathischer Junge, denn ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Da er aus England ist, fällt es ihm in Atlanta besonders schwer, denn dort ist es natürlich anders als in England. Immer wieder passieren ihm dumme Zwischenfälle, da kann man sich das ein oder andere schmunzeln nicht verkneifen. Auch finde ich es toll, die Entwicklung von Drawen über das Buch hinweg mitzubekommen. Er wird immer stärkere und selbstbewusster und stellt sich seinen Ängsten. Er reift zu einem überaus sympathischen jungen Mann heran. Anders als seine Freundin Alexandra, die ich von Anfang an nicht ausstehen konnte. Sie ist nervig und kann ihren Mund nicht halten. Ich konnte mich mit diesem Charakter einfach nicht anfreunden. Alles was sie gesagt hat, hat sich für mich unüberlegt und dumm angehört. Ich persönlich finde, dass man diese Person ganz aus dem Buch hätte weglassen können. Sie hat mir unter anderem das Lesen etwas erschwert, da ich die Seiten, wo sie vorkam, einfach ungern gelesen habe. Der Schreibstil des Autoren A.J. Hartley ist einfach gehalten, ich hatte keine Probleme beim Lesen, außer als es um die Antimaterie, etc. ging, da musste ich doch den Satz zweimal lesen, damit ich auch alles mitbekommen und verstehe über was die jeweiligen Personen gerade sprechen. Ansonsten war das Buch sehr spannend, obwohl ich mir das Ende schon selbst zusammenreimen konnte, dabei blieb der Überraschungseffekt aus. Die Reihe hat auf jeden Fall Potential und ich hoffe, dass es auch genutzt wird. Ich persönlich bin schon auf den nächsten Band "Der Rat der Wächter" gespannt. Was Drawen wohl noch alles erleben wird?