Leserstimme zu
Herrchenjahre

Die Krawallmaus

Von: Andrea Hübner
05.08.2015

Klappentext: Böse Hundemädchen kommen überall hin Wenn der Hund die Sau rauslässt und das Herrchen auf dem Zahnfleisch Gassi geht, dann stimmt etwas nicht. Kurz entschlossen schnappt sich der Autor seine aufmüpfige Hündin Luna und macht sich auf den Weg zur guten Erziehung – eine Odyssee, die die beiden in die Fänge verschrobener Trainer, absurder Methoden und spleeniger Hundehalter führt. Das Einzige, was der Hund lernt: Diese Zweibeiner haben doch alle einen Vogel! Ein tierischer Lesespaß – unterhaltsam, witzig und voller Selbstironie. Mein Umriss: Als Michael Frey Dodillet sich gemeinsam mit seiner Familie entscheidet, einen Hund ins Haus zu holen, ist es nur ein kleiner Schritt ins Chaos. Der Züchter empfiehlt ihnen einen anderen Hund, aber sie wollen unbedingt Luna mit ihrer Lakritznase haben. Sofort haben sie sich in dieses Fellknäuel verliebt. Allerdings rechnen sie nicht damit dass sie rund um die Uhr auf Krawall gebürstet ist. Sei es eine Katze, der sie beim Gassi gehen begegnen, oder Hunde hinter Zäunen, sobald Luna Witterung aufgenommen hat, ist sie genau so wenig aufzuhalten wie eine programmierte Mittelstreckenrakete. Dies bringt ihrem Herren so manche Blessur und ruinierte Klamotten ein. Der Hund muss erzogen werden. Als diese Entscheidung fiel, wusste der Autor noch nicht, auf welches Abenteuer er sich einlässt. Jeder Hundetrainer empfiehlt andere Tricks und Kniffe, wie er Luna in den Griff bekommt. Irgendwann merkt er sich die Namen dieser Damen und Herren nicht mehr. Sie heissen allesamt nur noch Krause. Da wäre der Klickerkrause, der Heititeikrause, der Scheffkrause usw. Sie alle glauben, das Patentrezept zu haben, diesen Hund zu einem vorbildlichen Begleiter seines Rudels zu machen. Klar, dass es keiner schafft, die Krawallmaus zu bändigen, bis die Familie ihren eigenen Weg findet… Mein Eindruck: Michael Frey Dodillet erzählt mit viel Humor und Ironie seine Erlebnisse bei der Erziehung des Familienhundes. So begleitet ihn der Leser durch die ersten fünf Lebensjahre einer Hündin, die nicht zu bändigen zu sein scheint. Schon in der Anleitung zaubert der Autor dem Leser ein breites Grinsen ins Gesicht, denn welcher Autor macht sich schon Gedanken darüber, wie er erklären kann, warum sein Buch einfach für jeden Leser geeignet ist. Sei es der eilige Leser, der orientierungslose Leser oder der engagierte Anwalt. Laut Dodillet gibt es niemanden, für den dieses Buch nicht geeignet wäre. Anhand der Beschreibung diverser Stunden mit Trainern, Spaziergängen und auch einer Urlaubsreise hat der Autor die bewegende Geschichte auf dem Weg zum „normalen“ Hund. Liebevoll beschreibt er Lunas aussergewöhnlichen und extrem starken Charakter, der ihm so manche Schweißperle auf die Stirn trieb. Immer wieder ist man als Leser am Grinsen oder bricht sogar in schallendem Lachen aus. Dodillet lässt nichts aus und daher macht es richtig Spaß, dieses Buch in einem Rutsch zu lesen. Mein Fazit: Eine nicht nur für Hundefreunde amüsierende Lektüre, die ich uneingeschränkt empfehle