Leserstimme zu
Wir beide, irgendwann

Eine kleine Reise in die Zeit vor Facebook

Von: BienesBücher
24.08.2015

Inhalt: Emma bekommt zu ihrem Geburtstag einen Computer. In dieser Zeit eine totale Neuheit. Mit einer mysteriösen CD erscheint plötzlich Facebook mit ihrem Profil. Nur ist sie dort einige Jahre älter und verheiratet. Erst denkt sie, ihr bester Freund Josh hat sich einen Scherz erlaubt, aber der ist genauso ratlos. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich mit auf eine kleine Zeitreise genommen. In die Zeit vor den sozialen Netzwerken und speziell vor Facebook. Das Cover fällt schön auf. Die Farben, gestreift über das ganze Cover, die Silhouetten. Richtig schön und ein toller Hingucker im Regal. Emma hat Geburtstag und bekommt einen Computer. Allein das ist für sie schon ein Highlight. Dank des Internet-Anschlusses gibt es sogar ihre ersten E-Mails. Aber plötzlich kommt sie auf ihre eigene Facebooks-Seite. Nur ist sie dort ein paar Jahre älter und verheiratet. Aber das gefällt ihr so gar nicht. Sie überlegt, was sie im jetzt tun kann, um ihre Zukunft zu beeinflussen. Da auch ihr bester Freund Josh seine Neugier nicht stillen kann, schauen die beiden auch mal, ob es von ihm so ein Profil gibt. Eine aufregende Zeit beginnt für die beiden, denn Emma spielt ein wenig in ihrer und Joshs Zukunft herum. Es war toll zu lesen, wie ein kleiner Fleck auf dem Teppich die Zukunft beeinflussen kann. Oder wie sich das Lieblingsessen ändert. Manchmal erwische ich mich selbst bei solchen Gedanken, ob das Leben anders verlaufen wäre, wenn man damals sein Glas nicht umgeworfen hätte oder sich an einem bestimmten Tag nicht im Internet eingeloggt hätte Und bei diesem Buch kann man das genau so lesen. Es ist lustig, auf welche Ideen Emma kommt und wie das ihre Zukunft oder zumindest die Ausschnitte, die sie selbst bei Facebook sehen kann, ändert. Das Buch ist einfach und locker geschrieben. Die Sprache war nicht extra jugendlich gemacht, super schön zu lesen. Fazit: Klare Leseempfehlung. Am Ende hätte ich mir vielleicht noch ein paar Seiten mehr gewünscht, aber das macht die Geschichte definitiv nicht schlechter. „Wir beide, irgendwann“ ist für alle etwas, die sich nochmal vor die Zeit von Facebook versetzen möchten.