Leserstimme zu
Der Lavendelgarten

Der Duft von Lavendel ..... !

Von: Heike Richter
19.09.2015

Emilie de la Martinièrs ist die einzige Erbin einer reichen aristrokatischen Familie. Als ihre kühle und sehr glamouröse Mutter Valérie stirbt, lastet eine große Verantwortung auf ihren Schultern. Viel lieber würde sie zurück nach Paris in ihre kleine Wohnung und ihrem ruhigen Leben als Tierärztin nachgehen. Aber das Leben spielt nicht immer so, wie man es gerne möchte, und so muss sich Emilie um das Erbe, den Nachlass und vor allem um das Anwesen der de la Martinièrs und die Winzerei der Familie kümmern. Ihr Mutter hatte nach dem Tod von Emilies Vater die meiste Zeit in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft verbracht, viel Geld ausgegeben und sich wenig um die Instandhaltung der Güter gekümmert. So steht Emilie vor der Frage, ob sie alles verkaufen soll, die Schulden decken oder ob sie sich von einigen Kunstwerken trennen soll und alles wieder in Stand setzen soll. Während sie sich dieser Frage stellt, trifft sie den englischen Kunsthändler Sebastian. Er hilft ihr mit einigen Entscheidungen und beide verlieben sich ineinander. Schnell ist beiden klar, dass sie für immer zusammen bleiben wollen, und sie heiraten. Während im Chauteau die Arbeiten voran gehen und die kostbare Sammlung alter Bücher zusammengepackt wird, fährt Emilie mit Sebastian nach Yorkshire, in das Haus seiner Familie. Dort lebt in einem seperaten Flügel auch Alex, der Bruder von Sebastian. Er ist nach einem Unfall gelähmt und hat laut der Aussage von Sebastina ein Drogen- und Alkoholproblem. Als Sebastian für seine Arbeit immer häufiger und immer länger in London ist, ist Emilie mit Alex allein und stellt fest, dass er so ganz anders ist, als Sebastian ihn beschrieben hat. Durch Zufall fällt Emilie ein Gedichtband ihrer verstorbenen Tante Sophie in die Hände und es ergibt sich eine Verbindung schon weit vor Sebastian und Emilie von Gassin nach Yorkshire. Ein Mitarbeiter der Winzerei in Gassin kann Emilie dann die Geschichte von ihrer Tante Sophie und Sebastians Oma Constanze erzählen. Beide haben sich in den Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges in Paris kennengelernt und die Schicksale beider Frauen sind untrennbar miteinander verbunden. Als Emilie dann einige unangenehme Wahrheiten erfährt, beginnt sie an allem, was in den letzten Monaten passiert ist, zu zweifeln und zu Recht, denn da ist jemand, der nicht mit offenen Karten spielt und ihr mehr als eine Sache verheimlicht! Kann Emilie ihre Zukunft retten und wird ihr das Glück weiter hold sein? Dieses Hörbuch von Lucinda Riley ist ideal, um einen Nachmittag bei den letzten Sonnenstrahlen auf dem Balkon zu verbringen. Es ist schön erzählt und die Sprecherin Simone Kabst sorgt mit ihrer ruhigen und weichen Stimme für 100% Entspannung, aber keine Sekunde Langeweile, denn sowohl die Geschichte von Emilie als auch die Geschichte ihrer Tante Sophie sind sehr spannend! Das Erzählen auf zwei Zeitebenen, 1940er und 1990er Jahre, macht es sehr abwechslungsreich. Man möchte immer weiter hören und erfahren, ob alles ein gutes Ende nimmt! Mit der Länge von knapp 7 Stunden ist es auch gut an einem Nachmittag und Abend zu hören.