Leserstimme zu
Donner und Dory! Klein, aber oho

Herzerfrischende Geschichte über ein fanatsievolles Mädchen

Von: Umblättern
29.09.2015

Als kleine Schwester hat man es im Leben ja nicht immer leicht. Die großen Geschwister dürfen hundertmal mehr als man selbst und mit einem spielen wollen sie irgendwie auch nie. So geht es auch Dory, deren großer Bruder und große Schwester herzlich wenig Interesse daran haben, sich mit dem Nachzügler zu beschäftigen. Doch Dory hat eine wunderbar blühende Fantasie, mit der sie sich durch den Tag rettet. So hat sie eine unsichtbare Freundin namens Mary, die gerne mit ihr spielt und sich alle Ideen anhört, die Dory hat. Sie unterstützt sie auch, als ihre Geschwister Dory von der bösen Frau Knorpel-Knacker erzählen, die es auf Dory abgesehen hat, und die prompt am nächsten Tag an der Tür klingelt, um sie zu holen. Doch nicht mit Dory – mit einigen Tricks und Kniffen, die nur einem Kind mit viel Fantasie einfallen können, entkommt sie der vampirzahnigen Frau. Doch manchmal, wie Geschwister eben so sind, mögen die beiden Großen Dory eben doch. Beim Witzemachen am Frühstückstisch oder wenn sie für Luca das Hündchen spielt, das er immer haben wollte. Trotz Dorys ausgeprägter Fantasie blitzt einfach immer wieder durch, wie der Alltag zwischen Geschwistern so abläuft. Und dieser Alltag ist so überzeugend – weder überzogen nett noch viel zu gemein, sondern einfach die alterstypische Hassliebe, die Geschwister füreinander empfinden und ausleben. In die Geschichte sind sehr viele Bilder eingebaut, zwar schwarz weiß, aber mit viel Liebe zum Detail. Sie unterstützen die Geschichte nicht nur, sondern sind essentieller Teil von ihr. Wörtliche Rede findet nicht selten nur in Sprechblasen statt. So kann ich mir das Buch prima für Leseanfänger vorstellen und es wandert schnellstmöglich in meine Klassenbibliothek.