Leserstimme zu
Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun

Spannender Auftakt

Von: Vanessas Bücherecke
26.10.2015

Inhalt aus dem Klappentext: Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist. Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen … Meinung: Als mich vor ein paar Wochen die Leseprobe zu dem neuen Fantasy-Epos „Die Blausteinkriege“ erreichte, war ich mehr als neugierig auf das Buch und wollte direkt wissen, wie es weiter geht, doch vorerst musste ich auf das Erscheinen des Buches warten. Als ich es dann endlich in den Händen hielt, legte ich auch so schnell wie möglich mit dem Lesen los. Im einst prächtigen und starken Kaiserreich Berun hat sich einiges verändert. Der alte Kaiser ist nicht mehr und sein Sohn ist mehr schöngeistig veranlagt und weniger an den politischen Belangen seines Reiches interessiert. Die Kaisermutter versucht zwar ihr Bestes, die politischen Geschicke im Reich zu lenken, doch das Sagen hat sie leider nicht. In diesen Zeiten kommt es zu ersten Unruhen und Intrigen, die das Reich schwächen und auf ein großes Ziel hinzusteuern scheinen: Krieg. In Berun selber wird die junge Frau Sara, die sich als Taschendiebin durchschlägt, in die Verstrickungen des „Puppenspielers“ hineingezogen und entpuppt sich als wichtiges Rädchen in diesem Spiel um die Macht. Auch der adlige Schwertmann Marten wird eher unfreiwillig in die Geschichte mit hineingezogen und zum Spielball des Schicksals. Mehr will ich schon gar nicht über den Inhalt verraten. Lasst euch also überraschen… Die Protagonisten im Buch sind vielfältig und insgesamt auch ganz gut ausgearbeitet, so dass man sich in die meisten Figuren hineinversetzten kann. Natürlich ist nicht jeder sympathisch, aber das wäre ja auch langweilig und für ein Buch wie dieses unangebracht, sonst fehlt ja die ganze Spannung, wenn sich alle grün sind :) Die Figuren bleiben den ihnen zugedachten Rollen treu und sind somit konsequent umgesetzt. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, wohin die Geschichte mich führen will. Tom und Stephan Orgels Schreibstil ist fesselnd und eingängig, die Sprache klar, simpel und manchmal etwas derb, was aber hervorragend zu dem Buch passt. Der Weltenentwurf ist ziemlich komplex und die vielen Details, besonders was die Götterwelt betrifft, haben mich anfangs schon etwas verwirrt. Die Kapitel sind meist recht kurz gehalten und die Sichtweise im Buch wechselt zwischen den verschiedensten Protagonisten. Dadurch kommt man im Buch ziemlich rum und verfolgt viele verschiedene Handlungsstränge, die im Roman teilweise zusammenführen. Aber natürlich bleibt noch einiges offen, denn das Buch ist als Mehrteiler angelegt, so dass am Ende des Buches noch viele, viele Fragen offen bleiben und man am liebsten weiterlesen möchte. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person. Die Story hat richtig Potential und macht definitiv Lust auf mehr, denn obwohl manche Handlungsverläufe für mich eigentlich hätten offensichtlich sein sollen, haben die Autoren es dennoch geschafft, mich zu überraschen und dieses Offensichtliche außen vor zu lassen. Respekt! Fazit: Die Geschichte braucht zwar ein wenig, bis man ganz drin ist, danach legen die Autoren aber richtig los und lassen einen nicht mehr so schnell aus ihrer Welt. Fans von Highfantasy werden hier auf jeden Fall Spaß dran haben. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.