Leserstimme zu
Heldentage

Der etwas andere Teenie-Roman

Von: einfachStephie
29.10.2015

Die 15-jährige Lea, genannt "Spaghetti", wartet dringend auf ihre Volljährigkeit. Denn erst dann kann sie schließlich tun und lassen, was SIE möchte. Wir (Erwachsene) erinnern uns selbst noch an diese Zeit, in der wir "nicht Fisch, nicht Fleisch" waren und schmunzeln über die typischen Tücken der Pubertät. Doch Leas Probleme gehen sehr viel tiefer: Leas Familie besteht nur noch aus ihrer trunksüchtigen Mutter, für die sie ständig neuen Alkohol und Zigaretten besorgen muss. Der Vater hat sich leider nicht nur von ihrer Mutter, sondern offenbar auch von ihr getrennt. Er lebt ein wundervolles Leben auf einer sonnigen Insel und schreibt ab und an mal Postkarten, die sie vor ihrer Mutter versteckt. Wir malen uns aus, wie schlimm das Leben für Lea sein muss - sollte ein Kind diesen Alters nicht eher fröhlich und ausgelassen sein? In der Schule läuft es auch ganz schlecht, zudem leidet sie unter Asthma und sichtbaren Hautproblemen unter Stress. Aber ihre Clique, vor allem Freundin Pola hält zu ihr. Als der erste Freund Schluss macht, geht für Lea wieder ein großes Stück der Welt unter. Sie schämt sich für ihr Leben und trauert dem nach, was sein könnte. Letztlich rappelt Lea sich hoch, macht eine große Dummheit, die aber zur Lösung der Probleme führt. So macht Lea sich selbst zur Heldin und darf später eine ganz neue Unbeschwertheit erfahren. Das Buch ist sprachlich für Teenager geschrieben, doch das Thema Alkoholismus trägt recht schwer. Meiner Meinung nach ist diese Geschichte erst ab einem Lesealter von 16 Jahren geeignet. Ein Buch, das ich in der Form noch nicht gelesen habe.