Leserstimme zu
Ein Geschenk zum Verlieben

Solide Arbeit und netter Zeitvertreib

Von: Nicoles-Bücherecke
31.10.2015

Inhalt: Die Welt der Schmuckdesignerin Laura ist klein und überschaubar. Nach einem Schicksalsschlag sind ihr Freund Jack, ihre beste Freundin Fee und ihr Hund Arthur ihre Familie. Bis an einem Wintertag der attraktive Rob Blake im Atelier auftaucht, mit einem ungewöhnlichen Anliegen: Er möchte seiner Frau eine Kette mit sieben Anhängern schenken, von denen jeder für einen besonderen Menschen stehen soll. Dafür soll Laura die sieben wichtigsten Personen in deren Leben interviewen. Laura willigt ein und lernt ein ganz neues Leben kennen voller Luxus und Extravaganz. Doch bald muss sie erkennen, dass nicht alles so glanzvoll ist, wie es auf den ersten Blick scheint … (Verlagswebseite) Cover: Winterlich, weihnachtlich, fällt einem spontan dazu ein. Das Cover war für mich das Highlight überhaupt. Der Betrachter schaut durch eine Art Torbogen auf schneebedeckte Stufen auf denen eine blonde Frau im hellen Mantel und ein dunkelgekleideter Mann stehen. Es klingt nach wenig und ist auch sehr schlicht. Gerade das macht für mich den Reiz aus. Das Cover avanciert wirklich zu einem der schönsten Cover, die ich dieses Jahr in den Händen hatte. Was kann noch dazu gesagt werden: Es ist ein typischer Liebesroman, man weiß schon nach wenigen Seiten – genauer gesagt 16 Seiten – mit wem sie später zusammenkommen wird. Das ist aber gar nicht schlimm. Wer sich einen Liebesroman kauft, muss damit rechnen. Für mich muss ein guter Liebesroman vorhersehbar aber dennoch überraschend sein. Es ist vorhersehbar, dass es ein Happy End geben wird, auch mit wem ist ziemlich klar, aber: Der Weg dorthin darf gerne überraschen. Das Buch zog sich an einigen Stellen leider sehr. Auch gerade die Protagonistin machte es mir nicht sehr leicht sie zu mögen. Ständig war sie dran, dass es ihr ja so viel Spaß machen würde, aber das dürfe es ja nicht. Dazu dieses große Geheimnis das erst in Kapitel 40 von 46 geklärt wurde. Herrgott, ich hätte Laura gerne so gerne mal einen Schubs in die richtige Richtung gegeben, aber wie es beim Lieberoman so ist: Am Ende war alles wieder gut. Ich muss der Autorin allerdings auch noch ein Lob aussprechen: Kitty – auch wenn ich den Namen einfach schrecklich finde – ist wunderbar gezeichnet. Eine Mutter, die in sieben Jahren fünf Kinder bekam, ein wortkarger aber liebvoller Ehemann, ein lautes Haus voller Kinder und ein spukendes Lama am Gartenzaun. Ein herrlich mütterlich schräger Charakter, der mich restlos begeisterte. Schade dass das nicht die Protagonistin schaffte. Fazit: Es ist ein Buch mit vielen kleinen Fehlern, die alleine kaum wirken aber in der Summe das Buch unrund werden lassen. Es ist wie die leicht versalzene Suppe, sie ist nicht widerlich aber auch kein Hochgenuss. Dieses Buch hat einige Höhen aber genauso viele Tiefs und Längen, aber dennoch ist es nicht schlecht. Es ist nicht richtig gut, aber halt auch nicht wirklich schlecht. Sehr guter Durchschnitt. Deshalb von mir ein „gut“ und eine klare Weiterempfehlung.