Leserstimme zu
My Dear Sherlock - Wie alles begann

Gut, müsste aber besser sein.

Von: Aaron Sievers
08.11.2015

Die Idee und der Inhalt, den das Buch bietet, sind interessant, abwechslungsreich und bewegend. Auch finde ich es gut, dass die Autorin wagt, die Figur Sherlock Holmes in die Handlung ihres Romans einfließen zu lassen, dies gelingt ihr, meiner Meinung nach aber nicht vollständig. Wenn man eine Vorgeschichte zu einem bereits bestehendem Werk verfasst, sollte man unbedingt beachten, den Bezug zu diesem Werk herzustellen. In der Fernsehserie ist Sherlock ein Mensch, der mit Gefühlen nichts anzufangen weiß. Dies ist im Buch nicht der Fall. Er steht mit "Mori" sogar in einer Beziehung. Dies kann man wagen, wenn man am Ende erklärt, wie es zur Situation in der Orginalgeschichte gekommen ist. Doch dies tut die Autorin nicht. Ein weiterer, fehlender Aspekt ist die Erklärung von Namen, wie beispielsweise Moriarty. Der Zusammenhang zwischen den Personen im Buch und der in der Serie ist bis auf den Namen nicht vorhanden. Der Leser wird in die Irre geführt und denkt, es gäbe einen solchen Zusammenhang, der das Verhältnis der Person in der Serie erklärt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Zudem ist noch wichtig vorab zu wissen, dass neben dem Fall auch noch ein großer Schwerpunkt auf der Liebesgeschichte liegt. Zusammenfassend ist das Buch wirklich kaufenswert, man muss jedoch wissen, auf was man sich einlässt.