Leserstimme zu
Elf Tage in Berlin

Das hätte ich so nicht erwartet!

Von: die Selbermacherin aus im Hohen Norden
18.11.2015

Der Schwede Arne Murberg ist nach einem Badeunfall in seiner Kindheit nicht mehr der Alte. Man könnte auch sagen, er ist nicht mehr die hellste Kerze auf der Torte. Er hat Schwächen bei seiner Konzentration und beim Erfassen von etwas komplexeren Zusammenhängen. Dafür ist er aber ein absolut lieber und freundlicher Kerl! Als sein Vater stirbt, muss er ihm noch auf dem Totenbett ein Versprechen geben, welches sein ganzes Leben verändern wird! Er, der Trottel, soll seine totgeglaubte Mutter im fernen Berlin aufsuchen und ihr ein mysteriöses Kästchen übergeben. Arne macht sich also zum ersten Mal in seinem Leben alleine auf den Weg. Und dann auch noch gleich auf einen so weiten Weg in ein fremdes Land und eine riesige Metropole. Seine Deutschkenntnisse sind zwar nur minimal, aber was soll da schon schief gehen? In Berlin kreuzt sich schnell sein Weg mit dem eines etwas wirren Professors und einer liebevollen und klugen jungen Rollstuhlfahrerin. Hakan Nesser war bis jetzt nicht unbedingt in meinem Buch-Lese-Beute-Schema. Mit diesem hat er es aber definitiv geschafft! Es handelt sich bei "Elf Tage in Berlin" nicht um einen Krimi, sondern um eine wirklich irre, wundervolle, liebevolle und spannende Geschichte. Ich bin immer noch völlig hin und weg! Dieses Hörbuch hat mich völlig gefangen genommen und es war seehr schwer mich von meinem Player zu entfernen! Toll! Ja, ich muss sagen, Hakan Nesser hat mich mit dieser Geschichte wirklich überzeugt! Hoffentlich schreibt er bald wieder einen "Nicht-Krimi" :-) Über Dietmar Bär gibt es nur so viel zu sagen: seine Stimme ist eine echte Wohltat und ich höre ihm wirklich gerne zu. Er macht die Personen total lebendig ohne sich in den Vordergrund zu schieben. Herrlich! Somit gebe ich 6 von 5 Sterne und bleibe voll und ganz begeistert!