Leserstimme zu
Die Grenze

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Rezension zum Hörbuch „Shadowmarch – Die Grenze“ Tad Williams

Von: Yvi's kleine Wunderwelt
06.01.2016

Meine Meinung: Erstmal muss ich sagen, dass das Hörbuch ganz wunderbar gelesen wird. David Nathan hat eine sehr angenehme, ruhige und doch sehr geheimnisvolle Stimme, die dem Buch genau die richtige Dramatik verleiht. Es gibt unzählige Erzählstränge und doch schafft er es diese vielseitig und individuell zu sprechen. Das hat wirklich Spaß gemacht beim Zuhören. Nun zur Geschichte. Anfangs bekommt man unglaublich viele historische Daten zum Hintergrund und zur Entstehung Eions. Als Hörbuch sind diese leider schwer zu verarbeiten. In der Hinsicht ist wahrscheinlich ein Printausgabe praktischer und einprägsamer. Es gibt unglaublich viele verschiedene Erzählstränge und es benötigt höchste Konzentration allen zu folgen und den Überblick nicht zu verlieren. Nach einer Weile legt sich das, wenn man die Charaktere und ihre Namen, sowie die Handlungen schon besser kennt, auch wie diese miteinander verflochten sind. Tad Williams hat hier ein riesengroßes High-Fantasy-Epos geschaffen. Er baut immer wieder ganz langsam Dramatik und Spannung auf und wechselt dann zum nächsten Erzählstrang, sodass man ständig ungeduldig ist und immer wissen möchte, wie es weiter geht. Man wird immer wieder auf die Folter gespannt. Zu den Charakteren möchte ich nicht zu jedem einzeln ins Detail gehen, das es einfach zu viele sind. Am meisten ans Herz gewachsen sind mit die starke Briony, die obwohl sie noch jung ist, auch in schweren Zeiten für ihr Volk da ist und sich nicht in die dort typische Frauenrolle drängen lassen will und dann auch noch die beiden Funderlinge Chert und Opalia. Sie sind einfach herzensgut und nehmen sogar das Menschenkind Flint bei sich auf, obwohl sie sich damit keine Freunde machen und behandeln ihn wie ihren eigenen Sohn. In der CD findet man auch noch diverse Karten und eine Auflistung aller wichtiger Charaktere und Handlungsorte, die einem bei der Orientierung helfen. Das hilft, diese im Hörbuch leichter zu verstehen und zuzuordnen. Cover: Das Cover weckt Neugierde und hat mit der im Schatten liegenden Burg, etwas Mystisches und Reisende, die sich auf den Weg in ihr Abenteuer machen. Es wirkt kalt und düster und trotzdem wartet ein Licht und Hoffnung am Ende. Man wird sofort in den Bann gezogen. Fazit: Ein großartiges High-Fantasy-Werk, das sich wahrscheinlich, trotz der großartigen Leistung von David Nathan, als Printexemplar leichter lesen lässt.