Leserstimme zu
Die Totentänzerin

Ein Hörgenuss und Spannung garantiert!

Von: Heike Richter
07.01.2016

Nils erholt sich noch von seinem Fall um die Puppenmacherin, als er zum Schauplatz eines neuen Verbrechen gerufen wird. Auf einem Bett, grausam in Szene gesetzt, findet sich ein Liebespaar, nackt und aneinander gefesselt. Die Frau unter ihrem Partner, grotesk, wie im Liebesspiel vereint. Bei den Untersuchungen stellt sich heraus, dass der Mann als erster starb und die Frau, an ihren toten Geliebten gefesselt, elendig verblutete. Nils findet am Tatort Hinweise, die zu einer Frau führen, die er kennt: Die Ehefrau seines Chefs, Theresa Landsberg. Wie kann das sein und warum benimmt sich Theresa so seltsam? Aber Nils hat keine Zeit lange nachzudenken, denn es stirbt schon das zweite Paar, wieder perfide in Szene gesetzt. Auch hier finden sich Hinweise auf Theresa. Als Nils seinen Chef mit den Fakten konfrontiert, reagiert dieser in Panik wie ein wildgewordener Löwe und unterstellt Nils, auf seinen Posten aus zu sein. Aber immer häufiger wird auch Hilmar Landsberg mit verdächtigem Material gegen seine Frau konfrontiert und Theresa macht es ihrem Mann mit ihrem Verhalten auch gerade nicht einfacher, an ihre Unschuld zu glauben. Auch in Nils’ Privatleben ist mal wieder einiges los. Die Psychologin Jana nähert sich ihm nun wieder an, um sich kurz darauf wieder zurückzuziehen und ihm einen merkwürdigen Bruder zu präsentieren. Auch hier bleibt der Ausgang spannend. Die Schlinge um den Hals von Theresa zieht sich immer weiter zu und Nils sieht keine andere Möglichkeit, als sie öffentlich zur Fahndung auszuschreiben. Aber ist das wirklich die richtige Spur? Ist die doch so feingeistige Ehefrau seinen Chefs wirklich eine bestialische Mörderin? Nils bleibt keine andere Wahl! Wie auch schon in den ersten beiden Bänden treibt Max Bentow den Spannungsbogen immer weiter in die Höhe, das Tempo zieht weiter an und man kann einfach nur atemlos zuhören. Der Ausgang und die Lösung des Falles scheinen oft zum Greifen nahe, aber ehe man es sich versieht, nimmt der Fall eine ungeahnte Wendung und man steht wieder am Anfang seiner Überlegungen. Man hat den Eindruck, es macht dem Autor einen diebischen Spaß, den Leser oder Hörer immer wieder auf falsche Spuren zu locken, indem immer mal wieder Personen auftauchen, die einem doch sehr merkwürdig vorkommen und denen man viel eher solche Morde zutrauen würde als Theresa Landsberg. Max Bentow dreht hier wirklich an allen psychologischen Schrauben, um das Kopfkino der Hörer so richtig anzuheizen. Auch wenn die Opfer doch sehr klar und farbig geschildert werden und man da nicht mehr viel eigenes Kopfkino bracht, setzt Max Bentow hier doch auf die psychologische Krimiführung und so bleibt viiiiiel Platz für die eigene Phantasie.