Leserstimme zu
Unsterblich - Tor der Dämmerung

Überraschend gut! :)

Von: Kristin von Tausend Bücher
28.01.2016

Nachdem ein Virus der Menschheit schwer zu schaffen gemacht hat, ist das Leben für die Menschen schwer geworden. Vampire haben nun das Sagen und wer Nahrung möchte, muss sich von ihnen versklaven lassen. Doch einige wenige Menschen wollen ihre Freiheit nicht aufgeben und nicht als Blutspender für die Vampire herhalten - So zum Beispiel Allie. Mit ihren Freunden lebt sie im äußeren Stadtrand und versucht, den Vampiren in der Stadt zu entgehen und heimlich außerhalb Nahrungsmittel zu beschaffen. Doch auch dort ist es sehr gefährlich, denn nachts wimmelt es außerhalb von Verseuchten. Trotzdem wagt sich Allie immer wieder in die gefährlichen Zonen. Bis sie verletzt und selbst zum Vampir wird. Und entscheiden muss, auf welcher Seite sie von jetzt an steht.. Nachdem ich damals zu Zeiten des Twilight-Hypes recht viele Vampir-Bücher gelesen hatte, war die Lust auf das Thema bei mir irgendwie versiegt. Bis ich nun die neue Taschenbuchausgabe von Unsterblich im Buchladen liegen sah und mir der Klappentext sofort Lust auf mehr gemacht hat. Umso schöner, dass mir das Buch dann auch wirklich gut gefallen hat und aus dem mittlereile etwas abgenutzten Vampir-Themas viel Neues herausgeholt hat. Bisher hatte ich noch nichts von Julie Kagawa gelesen, allerdings besonders zu ihrer Plötzlich-Fee -Reihe und ihrem Schreibstil viel positives gehört. Und schon nach den ersten Seiten konnte ich verstehen, warum. Sie schreibt wirklich toll! Die Seiten fliegen nur so dahin, man kommt sehr schnell voran und es macht richtig Spaß zu lesen. Besonders schön fand ich, dass sie genau die richtige Mischung aus düsteren Momenten mit gruseligen Vampiren und humorvollen Szenen geschaffen hat, die mich als Leserin öfters haben Schmunzeln lassen. Vor allem Allie, die Protagonistin, fand ich dabei unheimlich gelungen, da sie sehr taff ist und gerne mal witzige Sprüche raushaut, während andere in ihrer Situation eher verängstigt wären. Damit steht sie auch sehr im Kontrast zu den anderen Vampiren, die nicht so quirlig, sondern eher ruhig, in sich gekehrt und düster erscheinen. Auch inhaltlich hat mir das Buch gefallen. Zum einen, weil es hier trotz des Vampir-Themas viel Neues gibt. Natürlich ist das alte Schema gleich- die Verwandlung, der Blutdurst als Vampir, die unmenschlichen Kräfte und die Angst vor Sonnenlicht. Aber zusätzlich wurden viele neue Elemente eingefügt, die super hinzupassen. Denn die Vampire sind eigentlich erst durch ein Virus entstanden, bei dem noch weitere Wesen, die Verseuchten, erschaffen wurden und die eine zweite Gefahr für die Menschen darstellen und die Geschichte umso interessanter gemacht haben. Auch viele kleine Details, wie Allies Instinkt sich in die Erde einzugraben, sobald die Sonne aufgeht, fand ich sehr gelungen und abwechslungsreich. Zum anderen fand ich die Handlung ebenfalls sehr gelungen. Es gibt zahlreiche Feinde, ständig passiert etwas und mir wurde kein bisschen langeilig. Allie hat nicht nur gegen Vampire und Untote zu kämpfen, sondern auch gegen andere Gefahren wie Menschen, verseuchte Tiere, Sonnenlicht und ihren Hunger. Dadurch wurde das Buch sehr abwechslungsreich. Hinzu kamen zahlreiche Schauplätze in und um die Vampirstadt herum, sodass es auch hier viel zu entdecken gab. Daher war für mich dieser Reihenauftakt eine gelungene Mischung aus viel Action, düsteren Gestalten, gruseligen Verseuchten, lustigen Szenen, ein paar romantischen Momenten und viel Spannung. Ich habe lange überlegt, ob ich vier oder fünf Punkte vergeben soll. Aber: Auch wenn dieses Buch super war, so ist doch noch etwas Tendenz nach oben und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es mit Allie und ihren Freunden im zweiten Band weitergehen wird! Auf jeden Fall gibt es eine absolute Leseempfehlung, auch für Leser wie mich, die dachten, dass sie mittlerweile mit dem Vampir-Thema durch wären. Es lohnt sich! :)