Leserstimme zu
Königsblut

Erinnert stark an die ersten Bände! Suchtgefahr!

Von: Astis Hexenwerk
13.02.2016

# erster Satz # Es ließ sich leicht über Gott nachsinnen, während man zusah, wie die Sonne am Hudson River aufging. # Inhalt # Schwere Zeiten stehen dem Blinden König, Wrath, bevor. Noch während er intensiv darüber nachsinnt, ob er das Risiko einer Schwangerschaft seiner geliebten Shellan, Beth, eingehen kann und will, kommt diese in die Triebigkeit. Und Wrath tut was ein Vampir tun muss, er „dient“ ihr, um die entsetzlichen Schmerzen s zu lindern. Hätte er ahnen können, was in ebendieser Zeit geschieht? Denn die Glymera entscheidet sich für den Aufstand. Sie setzen Wrath einstimmig (auch wenn diese Stimmen nur durch Gewaltandrohung abgegeben wurden) ab. Der Grund: gerade Wraths Shellan. Denn Beth ist nur ein Halbvampir und entspricht so nicht den Erwartungen der reinrassigen, elitären Adeligen. Wrath versucht sich einzureden, dass er nun endlich glücklich werden kann, wo er die Last der königlichen Aufgaben nicht mehr zu tragen hat, doch Beth erkennt, dass er mehr an dem Erbe seines ermordeten Vaters hängt, als er sich eingestehen mag. Und so kämpft sie mit allen Mitteln für ihn. Die Glymera schient ihren Triumph über Wrath zu genießen und zu feiern, doch ein Adeliger fühlt eine tiefe Scham darüber, dass er dieses Unglück nicht verhindert hat. Abalone, einer der Adeligen, erinnert sich an seine Eltern, an seinen mutigen Vater, der einst dem Vater von Wrath durch eine ebensolche Zeit geholfen hat. Ist die Entscheidung der Glymera nicht eher der Untergang und wie stehen die nicht adeligen Vampire einer solchen einschneidenden Änderung gegenüber? Natürlich ist der Thron ein wichtiger Punkt in diesem Teil, doch kommen auch die anderen Charakter und ihre Geschichten ihren Platz. Wie schon in Band 23 geht es u.a. mit Trez und seinen Problemen mit der s'Hisbe weiter und auch Assail und Sola bekommen ihren Platz... # Zitat # Tatsächlich fasst es Marissa, Shellan von Butch und unbestritten die schicklichste Frau im Haus, am treffendsten zusammen: „Diese verdammten Wichsen.“ # mein Eindruck # Wie so oft endete der vorherige Teil natürlich mitten in der Geschichte (warum werden die Teile in Deutschland noch immer getrennt? Grrr...). Aber so ging es für mich nur wenige Zeit später mit Teil 24 weiter. Und dann der Schock: Wrath wurde wirklich abgesetzt! Und damit begann die Lesesucht zu wüten! Wer kann bei all den Geschehnissen denn noch Zeit für Trinken, Essen und Schlafen erübrigen? Es war erneute ein intensives Leseerlebnis. Wrath bekommt seinen verdienten Platz in diesem Teil. Seine Gedanken, seine Erlebnisse, aber auch seine Vergangenheit bzw. das Leben seiner Eltern. Man erkennt die Ängste und fühlt in jede seiner Taten die tiefe Liebe zu seinen Eltern und nun zu seiner Shellan. Das zog mich in seinen Bann und wäre Wrath nicht schon mein „Lieblings-Bruder“, so wäre er es spätestens jetzt. Die weiteren Handlungen nahmen einen nicht allzu großen Teil ein. Doch wachsen mit die Schatten, Trez und iAm, immer mehr ans Herz und ich hoffe, dass diese in einem der nächsten Teile ihre Geschichte erzählen dürfen. „Königsblut“ habe ich wirklich exzessiv durchgesuchtet. Der Teil erinnerte mich stark an die ersten Bände (liegt aber nicht nur an Wrath und Beth ^^), Spannung und Liebe in der richtigen Dosis. Und mein nächstes Suchtmittel muss bald geordert werden!