Leserstimme zu
Wenn der Lavendel wieder blüht

Tolle Fortsetzung

Von: Carmen Dauer aus Ansbach
26.02.2016

Mit dem Buch "Wenn der Lavendel wieder blüht", hat Fiona McIntosh eine tolle Fortsetzung von "Der Duft der verlorenen Träume" geschaffen und ich kann nur jeden dazu raten, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier finde ich etwas Schade, das der Leser nicht besser darauf hingewiesen wird, das es sich um eine Fortsetzung handelt. Luc und Lisette Raven, die einstmals Resistance-Kämpfer und britische Spionin waren, haben den Zweiten Weltkrieg überlebt. Mit ihren gemeinsamen Sohn Harry wandern die beiden nach Australien/Tasmanien aus um endlich ihre Dämonen und Alpträume hinter sich zu lassen. Die Überlegung von Lisette, sich für das Land auf der anderen Seite der Welt zu entscheiden, war die beste die sie machen konnte und schnell hatte sie Luc auf ihrer Seite. Sie besteigen ein Schiff nach Tasmanien und wollen dort das Erbe von Lucs Familie fortführen und wider Lavendel anbauen. Irgendwo anders auf der Welt erfährt Max Vogel endlich die Wahrheit über seinen Vater und das gut gehütete Familiengeheimnis führt ihn mit der Familie Ravens zusammen. Diese Verbindung lässt aber die Schrecken der Vergangenheit, die Ermordung von Lucs jüdischer Familie wieder in den Vordergrund rücken und alte Narben reisen wieder auf. Fiona McIntosh hat einen tollen Schreibstil, die Charaktere sind lebensecht getroffen und könnten nicht mehr Glanz ausstrahlen. Es macht einfach Spaß das Buch zu lesen und sie hat auch wunderbar vermittelt, wie furchtbar es doch für alle war, nach diesem sinnlosen Krieg, weiter zu Leben. Das Buch ist schön, wenn auch stellenweise wirklich sehr traurig zu lesen, dennoch immer wieder mit einem Hauch Hoffnung so toll geschrieben, das sich auch das zweite Buch, fast wie von selbst lesen lies. Ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen, aber bitte in der richtigen Reihenfolge.