Leserstimme zu
Zurück nach Hollyhill

Hollyhill - Ein Ort mit einer besonderen Aura

Von: Iris Gasper
05.03.2016

Emily hat gerade ihren Schulabschluss in der Tasche und erhält nun, lange Zeit nach dem Tod ihrer Mutter, einen Brief von ebendieser, in dem sie aufgefordert wird nach Hollyhill zu reisen. Dieser Ort soll in England liegen, im Dartmoor, und vor vielen Jahren soll Hollyhill die Heimat von Emilys Mutter gewesen sein. Glücklich, endlich etwas über die Vergangenheit der Mutter zu erfahren und neugierig was sie wohl in diesem Ort erwarten wird, macht Emily sich auf den Weg. Die Vorbereitungen gestalten sich zwar etwas schwierig, denn auf Karten und auch im Internet findet Emily zwar Informationen zum Dartmoor, nicht aber über Hollyhill, dennoch lässt Emily sich nicht von ihrem Plan abbringen. Vor Ort scheint auch niemand die gesuchte Ortschaft zu kennen, jedenfalls endet Emilys Busfahrt irgendwo im Nirgendwo. Nur das plötzliche Auftauchen eines Jungen namens Matt hilft dem Mädchen, denn dieser scheint den Ort zu kennen und nimmt Emily mit. Emily selbst ist jedoch mehr als überrascht von der Begegnung, denn Matt ist ihr bereits vor einigen Tagen im Traum über den Weg gelaufen und deshalb wirkt die Situation auf Emily sehr beunruhigend. In Hollyhill wird Emily nett und freundlich, aber auch ein wenig distanziert aufgenommen. Dieser Ort hat eine besondere Aura, die Zeit scheint dort bereits vor Jahren stehen geblieben zu sein. Das ist auch ganz klar, denn der Ort und seine Bewohner hüten ein Geheimnis, ein fantastisches Geheimnis, über das ich an dieser Stelle noch nichts verraten möchte und das sich auch Emily nur nach und nach erschließt. In jedem Fall erlebt Emily im Dorf und mit dem Dorf und seinen Bewohnern eine Menge und es wird dabei auch ganz schön spannend und fantastisch. Emily ist eine nette Person, geschildert wird sie vielleicht ein wenig blass und auch stellenweise sehr schüchtern und zurückhaltend. Das passt eigentlich so gar nicht zu ihrer mutigen Entscheidung nach den Wurzeln der Mutter zu suchen. Umso interessanter sind die Bewohner des Dorfes Hollyhill von denen jeder so ganz besondere Eigenschaften oder Interessen hat. „Zurück nach Hollyhill“ ist das Debüt der Autorin Alexandra Pilz und die Geschichte wird demnächst noch fortgesetzt. Man darf hoffen, dass Emily gemeinsam mit Matt noch viele spannende Abenteuer erleben wird, Dinge regeln kann und sich die beiden vielleicht auch noch ein wenig näher kommen als bisher. Für die angesprochene Zielgruppe jugendlicher Leser ist diese Geschichte wirklich ein gelungener Auftakt. Besonders die wunderbaren Beschreibungen des Ortes und seiner Bewohner haben es mir angetan und ich glaube so ähnlich wird es wohl jedem Leser ergehen. „Zurück nach Hollyhill“ in das Dorf, das keiner kennt und das dennoch existiert, möchte ich auch gerne einmal reisen. Copyright © 2013 by Iris Gasper