Leserstimme zu
Das Haus bei den fünf Weiden

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Von: Hanne / Lesegenuss
07.03.2016

* Zitat im Text* Hannah fährt im Auftrag ihrer Mutter in die Nähe von Cork, um sich dort das Haus mit seinem gesamten Nachlass von Thomas Oliver anzuschauen. Ihre Mutter ist Haurats- und Kunstsachverständige und hat einen Namen in der Branche. Auch wenn Hannah von Beruf Anwältin ist, versteht sie schon etwas von der Sache. Vor kurzem hatte sie ihren Job verloren, nicht nur den, sondern auch ihre Beziehung mit Matthew war vorbei. So hatte Caroline Hannah mit der Vorbesichtigung beauftragt. Doch was diese in dem Haus erwartete, überstieg alle Vorstellungen. Thomas Oliver hatte keine Nachkommen. In seinem Testament hatte er alles peinlich genau aufgeschrieben, was mit seinem Erbe geschehen sollte. Nach der ersten Besichtigung war Hannah klar, es würde eine Mammutaufgabe sein und Monate, wenn nicht sogar noch länger dauern, ehe alles aufgelistet sei. Erzählt wird die Geschichte einerseits aus der Perspektive von Hannah in der Gegenwart, und von Thomas Oliver beginnend Ende der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Also wieder ein Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Zu diesem Zeitpunkt lernt Thomas im Haus seiner Eltern Sara kennen. Zitat S. 17 Die allergrößte Liebe im Leben ist manchmal die, die sich nicht erfüllen kann. Es mag Menschen geben, die sagen, dass sich die Liebe abnutzt, sobald sie sich erfüllt, und vielleicht haben sie recht. Mich hat es tatsächlich nie unglücklich gemacht, Sara zu lieben. Für Hannah beginnt nun der Job. Je intensiver sie sich mit dem Nachlass beschäftigt, den vielen Papieren, umso mehr weckt die Person Thomas Oliver ihr Interesse. Wer war Thomas Oliver und was wollte er ihr mitteilen? Sie hat es mit einer interessanten Persönlichkeit zu tun, denn dieser Mann sammelte nicht nur alles über die Familien in Cork, sondern war auch politisch sehr interessiert. Der Handlungsort liegt in Irland und man weiß um die damalige politische Lage, hier meine ich die IRA Hannah und Thomas sind völlig unterschiedliche Protagonisten, und dennoch weisen sie Ähnlichkeiten auf. Thomas als Charaktere dominiert, er ist wesentlich präsenter im Kopf als Hannah. Diese verblasst neben ihm. Die Autorin hat einen angenehmen Erzählstil und man kann sich gut in die Geschichte einlesen. Hinter einer Familiengeschichte steckt oft eine Liebesgeschichte. Doch dazu möchte ich nicht allzuviel schreiben. Mit "Das Haus bei den fünf Weiden" habe ich das erste Buch von Liz Balfour gelesen und eine neue Autorin für mich entdeckt. Ich habe mich gut unterhalten und kann das Buch weiterempfehlen. Wer Romane um Familiengeheimnisse liebt, ist hiermit gut bedient. "Das Haus bei den fünf Weiden" erhält eine klare Leseempfehlung für alle Fans, die dieses Genre lieben.