Leserstimme zu
Die 100 - Tag 21

dystopische Geschichte voller Spannung und Dramatik

Von: Anja
08.03.2016

Die 100 – das sind 100 verurteilte Jugendliche, die auf die Erde geschickt wurden. Einer Handvoll von ihnen kann man dank der personalen Erzählweise über die Schulter und auch in den Kopf schauen. Zu Beginn hatte ich einige Probleme, mich an alles zurückzuerinnern, da ich die Vielzahl an Namen erst wieder für mich sortieren musste. Die Rückblicke sind eher spärlich gesät, sodass es auf jeden Fall notwendig ist, den ersten Band zu kennen, um die Handlung wirklich zu verstehen. Der Erzählstil wird beibehalten. Die Sicht wechselt zwischen ausgewählten Jugendlichen, sodass man jeweils erfährt, was aktuell um sie herum passiert. Zusätzlich gibt es zu den einzelnen Charakteren weiterhin Rückblenden in ihr früheres Leben, die zum einen mehr über die Lebensumstände auf den Raumschiffen verraten, aber auch erneut die bisher unbekannten Verbindungen zwischen einzelnen Teenagern aufzeigen. Nachdem ich ins Geschehen zurückgefunden hatte, konnte mich die Handlung wieder völlig packen. Besonders spannend waren für mich die Ereignisse im Weltraum. Der Sauerstoff reicht nicht mehr lange – der Kampf ums Überleben beginnt. Die bedrückende Atmosphäre war greifbar und ich habe richtig mitgefiebert, ob die agierenden Figuren eine Lösung finden, sich zu retten. Denn sicher ist in diesem Buch niemand. Bereits im ersten Band haben einige der Charaktere ihr Leben verloren. Und auch diesmal gibt es wieder reichlich Dramatik und Überraschungen. Auch die Jugendlichen auf der Erde kämpfen um ihr Überleben, nachdem sie von den Erdgeborenen angegriffen wurden. Neue Entdeckungen spalten die Gruppe und sorgen für Misstrauen und Verdächtigungen, sodass viele neue Konflikte entstehen. Spannend ist es auch, mehr über die Vergangenheit der Erde und die Ereignisse, die zur Flucht in den Weltraum geführt haben, zu erfahren. Auch die Fortsetzung überzeugt mit einer temporeichen Handlung voller Spannung und Dramatik – auch an Emotionen mangelt es erneut nicht. Es gibt einige Ereignisse, die zum Spekulieren einladen, sodass der Leser durchweg mitfiebern und miträtseln kann.