Leserstimme zu
An einem Tag im November

Sehr spannende Thematik, aber ungewöhnlicher Schreibstil

Von: Caboo_Stories
10.03.2016

An für sich hat mir das Buch gut gefallen. Die Thematik und der Schwerpunkt, der in diesem Roman aufgegriffen wird, ist leider heutzutage ein sehr alltägliches Problem. Was in dieser Geschichte passiert und dargestellt wird, hat mich, ganz besonders als Mutter, berührt und schockiert. Ich finde es ganz schlimm, dass alle diese Lügen, Intrigen und Täuschungsversuche in unserer heutigen Welt der Wahrheit entsprechen und dass sich all das direkt vor unserer Nase Abspielt. Ganz besonders grausam finde ich auch die Brutalität und Gewaltbereitschaft der Kinder und Jugendlichen. Es ist eigentlich unvorstellbar und traurig, dass es mittlerweile überall wirklich so passiert, wie es in diesem Buch dargestellt wird. Der Schreibstil von Petra Hammersfahr ist sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Was mir direkt aufgefallen ist, ist dass sehr wenig die wörtliche Rede verwendet wird. Alles ist in der Vergangenheitsform geschrieben und es lässt sich eher wie ein Zeitungsbericht lesen. Dadurch konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln und Spannung wurde meiner Meinung nach auch nicht aufgebaut. Es kam mir so vor, als ob sie einfach nur über grausame Fakten und Tatsachen berichtet hat. Trotzdem ließ sich das Buch schnell und flüssig lesen. Mich hat dieser Schreibstil aber leider nicht angesprochen. Ob das jetzt nur in diesem Buch der Fall war, oder ob ihre anderen Werke auch in diesem Stil geschrieben sind, kann ich leider nicht sagen, da dies mein erster Roman war, den ich von ihr gelesen habe. Auch auffällig sind die vielen verschiedenen Zeitsprünge. Sie haben das Buch teilweise für mich sehr in die Länge gezogen. Das Ende wiederum hat mir sehr gut gefallen, da es unvorhersehbar und ziemlich überraschen war. Damit hatte ich dann doch nicht gerechnet und für mich war der Schluss sehr unerwartet.