Leserstimme zu
Jenseits aller Grenzen

Ein überragendes Buch

Von: Nomadenseele
29.03.2016

Das Buch ist überragend, und doch zäh zu lesen. Mehr als zwei Städte am Tag konnte ich nicht lesen. Was nicht an dem Schreibstil liegt, sondern daran, dass die Vorstellung der 13 Städte wie Tanger, Kairo, Mekka, Damaskus, Shiraz, Samarkand, Delhi, Male, Jakarta, Hangzou, Granada; irgendwann redundant wirkt. Die Vorstellung ist zweigeteilt: Erst wird der historische Reisebericht zu Stadt zitiert (Vollständig erhältlich in der Edition Erdmann), dann berichtet der Autor über den heutigen Zustand und das heutige Zusammenleben der verschiedenen Kulturen - solange es zugelassen wird. Dabei fächert sich die ganze Bandbreite auf, wie der Islam gelebt werden kann - vom angsterfüllten, fast reaktionären Dasein in Saudi-Arabien bis zum toleranten Islam Indonesiens. Ein wenig arg kitschig fiel die Beschreibung des andalusischen Islams aus - alle haben sich lieb, Spannungen gibt es keine. Erstaunlich ist, wie wenig Ibn Battuta in der islamischen Welt präsent und bekannt ist. Eine Shopping Mall in Dubai ist nach ihm benannt, die immerhin Themenwelten zu ihm bietet. Aber sonst? Man stelle sich vor, dass Marco Polo in Europa kein Begriff wäre! Fazit Ein Buch, welches die Vielfalt der islamischen Welt aufzeigt.