Leserstimme zu
Wunschdenken

Das Buch ist so anregend zu lesen, wie eine Magister- oder Doktorarbeit.

Von: Nomadenseele
17.05.2016

Das Buch ist so anregend zu lesen, wie eine Magister- oder Doktorarbeit. Und es ist auch genauso aufgebaut. Es werden über zig Seiten weiträumig Beispiele aufgezeigt, welche oft genug weit hergeholt sind, um daraus dann eine Essenz von Theorie mit daraus folgender Erkenntnis zu filtern. So werden im zweiten Kapitel. z.B. Mores Utopia, Platon und Aristoteles bemüht, um dann aufzuzeigen, was an Utopien und Ideologien so gefährlich ist und wo diese drei Utopien in der Geschichte und der Politik umgesetzt worden sind. Selbst mit Vorbildung verlangt Sarrazin dem Leser einiges ab. Mir ist einfach irgendwann der Geduldsfaden gerissen. Ich mag es, wenn Autoren auf den Punkt kommen und diesen illustrieren. Aber bei Wunschdenken kam ich mir vor, als wenn ich eine nicht enden wollende Doktorarbeit lesen würde. Fazit Auch wenn ich mit den Thesen des Autors übereinstimme und er diese hinreichend belegt - er schafft es nicht, diese lesbar an den Leser zu bringen.