Leserstimme zu
Das Feuerzeichen - Rebellion

Ein guter Mittelteil, der eine düstere & spannende Geschichte beinhaltet

Von: Uwes-Leselounge
03.07.2016

Nachdem die Alphas die geheime Insel der Omegas angegriffen und zerstört haben, sind die wenigen Überlebenden der Omegas über das Festland verstreut. Auch Cass, Piper und Zoe konnten gerade noch rechtzeitig fliehen. Auf Ihrer Flucht durch das Ödland trauert Cass noch immer über den Tod von Kip. Ebenso beschäftigt sie der ewige Konflikt zwischen Alphas und Omegas sehr und hier natürlich auch die Pläne ihres Zwillings Zach. Auf der Suche nach Hinweisen auf das Anderswo verlassen sie das Ödland und bewegen sich entlang der Küste. Dabei müssen sie weiterhin sehr vorsichtig sein, da Zach und seines Gleichen alles daran setzen, sie zu verhaften. Wird es Cass und ihren Freunden gelingen dieses Anderswo zu finden? Ist die Rebellion der Omegas stark genug, um den Alphas einen Strich durch ihren perfiden Plan zu machen? Mir gefallen die Idee und die Geschichte an sich nach wie vor. Obwohl sich die Autorin zu Beginn (ca. 100 Seiten) sehr deutlich mit den Gefühlen von Cass und den Zwischenfällen auf der Insel beschäftigt, fand ich diesen Einstieg nicht so langatmig wie einige andere. Durch diesen zugegeben langsamen Beginn, konnte ich Cass noch etwas näher sein und ihren seelischen Zustand nachvollziehen. Cass ist eine Person, die viel nachdenkt, die jeweilige Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und dann eine Entscheidung trifft. Gerade dieses rationale Denken gefällt mir bei ihr so gut, da sie alles und jeden hinterfragt. Auf ihrer Flucht vor ihrem Zwilling Zach wandern Cass, Piper und Zoe viel durch diese doch sehr mittelalterlich geprägte Welt. Sie sind auf der Suche nach Hinweisen auf das Anderswo. Dort, so hoffen sie, macht es keinen Unterschied, ob man ein Alpha oder Omega ist. Was mir bei dieser Wanderung besonders gut gefallen hat war, dass ich Zoe und ihre Gefühlswelt kennenlernen und sie dadurch besser verstehen konnte. Ihren Charakter und Wesenszüge konnte ich im 1. Teil [Rezension] nicht ganz so einschätzen, mit der Ausnahme, dass sie ihrem Bruder Piper sehr nahe steht und alles für ihn tun würde. Wie es eigentlich unter Geschwistern auch sein sollte... Piper kann ich nach wie vor nicht ganz greifen. Während dem Lesen fragte ich mich, welche Beziehung er und Cass haben. Ist da nur Freundschaft oder ist da eventuell mehr? Er kann seine Gefühle nicht so ausdrücken und doch weckt Cass in ihm den Beschützerinstinkt. Ich bin noch nicht ganz schlau aus ihm geworden. Wie geht es euch mit diesem Charakter? Auf der Suche nach Hinweisen auf das Anderswo beschließen die drei wieder in die Stadt New Hobart zu gehen und diese aus der Unterdrückung durch die Alphas zu befreien. Sind dort Hinweise auf das Anderswo versteckt? Wird ihr tollkühner Plan, die Stadt zu befreien, gelingen? Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Fazit: "Das Feuerzeichen - Rebellion" beginnt zwar verhalten und ruhig, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Während der Flucht der drei Omegas konnte ich so Cass und Zoe etwas besser kennenlernen und mir die Welt noch ein bisschen besser vorstellen. Nur Piper bleibt mir noch ein Rätsel und ich hoffe, er schafft es noch, mich von sich zu überzeugen. Ab ungefähr der Hälfte des Buches steigt die Spannung langsam an und die Action-/Kampfszenen nehmen deutlich zu. Dabei ist der Schreibstil von Francesca Haig sehr bildgewaltig und dürfte für Zartbesaitete etwas brutal erscheinen. Für mich persönlich passt dies aber sehr gut zu dieser Welt. Im Mittelalter waren die Menschen auch nicht gerade zimperlich. Abschließend kann ich sagen, dass mir der 2. Band fast genauso gut gefallen hat, wie der 1. Band. Der Schreibstil und die düstere Grundstimmung gefallen mir nach wie vor und ich bin gespannt, was im abschließenden Band noch so alles passieren wird. Normalerweise würde ich diesem Buch 3,5 Nosinggläser geben. Da ich aber keine halben Gläser vergebe, runde ich (auch wegen den tollen Kampfszenen und dem bildgewaltigen Erzählstil) auf 4 Nosinggläser auf.