Leserstimme zu
Shopaholic & Family

Shopaholic & Family

Von: Amerdale
06.07.2016

Tja, was soll ich sagen? In meiner Rezension zu Band 7 schrieb ich noch zu Becky: „habe ich auch fast ständig den Drang dich mal heftig durchzuschütteln und dir ins Gesicht zu schreien, dass du endlich mal Vernunft annehmen sollst“. Und scheinbar wurden meiner Gebete erhört. Denn Becky wirkt in diesem Band lange wie eine völlig andere Persönlichkeit. So ist beispielsweise das einzige Unnütze, was sie in dem ganzen Buch für sich kauft, 10 Buntstifte. Zehn Stifte! Das wäre in früheren Bänden unter nicht erwähnenswerter Kleinkram zusammengefasst worden. Nein, mit diesem Band ist Becky wirklich endgültig – naja ich hoffe es ist endgültig – erwachsen und reif geworden. Und mir damit noch sympathischer als vorher. Aber überhaupt steht hier Becky eigentlich vergleichsweise wenig im Vordergrund, es geht viel mehr um ihre Freunde und Familie und das Verhältnis zwischen denen und Becky. Und dabei auch durchaus um ernstere Themen. So kriselt es beispielsweise heftig zwischen Becky und Suze. Und ich mochte sehr wie das hier behandelt wird, zwar durchaus mit etwas Humor, aber trotzdem wurde der Konflikt durchaus Ernst genommen und die Auswirkungen auf Beckys Wohlbefinden auch keineswegs runter gespielt. Die schon gegen Ende des letzten Bandes angedeutete Problematik um ihren Vater und dessen Geheimnis bildet die Haupthandlung dieses Bandes und war auch ganz interessant. Allerdings war dieses große Geheimnis auch sehr offensichtlich, so dass ich mich mehrmals fragte warum Becky und Co nicht auch schon längst auf die Lösung gekommen sind. Aber gut, fesselnd war es trotzdem. Natürlich löst Becky diese Probleme dann am Ende auf ihre ganz eigene, spezielle Art mit Ideen, die so unmöglich sind, dass sie gerade deswegen schon wieder funktionieren müssen. Was ein Riesenspaß für den Leser ist. Der mit Abstand reifste Band der Reihe bisher und für mich eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Das Ende würde auch einen guten Abschluss der Reihe überhaupt abgeben, mit dem ich völlig zufrieden wäre.