Leserstimme zu
Im Haus meines Feindes

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Guter Thriller mit wenig Blut, aber viel Intrigen und ein bisschen Liebe

Von: bibisbookdreams
23.07.2016

Titel: Im Haus meines Feindes Autor: Sandra Brown Verlag: Blanvet Seiten: 571 Preis: 9,99[D] (Taschenbuch) 10,30 [A] ISBN: 978-3-7341-0336-0 Genre: Thriller Protagonisten: Burke Basile ist beziehungsweise war Polizist beim Drogendezernat. Bis seine Ehe zerbricht und er mit seinen Schuldgefühlen nicht mehr zurechtkommt. Zu Beginn des Buches erschien er mir wie ein verbitterter, ausgebrannter Cop, der sich zu sehr in den Gedanken hineinsteigert den Tod seines Kollegen zu rächen, der offensichtlich durch den Anwalt Pinkie Duvall veranlasst wurde und dafür sogar dessen Frau Remy entführt. Doch im weiteren Verlauf erkennt man deutlich, dass Basiles Absichten gegenüber dieser nicht schlecht, sondern sogar in den schwer definierbaren Bereich der Liebe fallen. Zudem ist er äußerst intelligent und ich wurde nicht selten von seinen Handlungen überrascht. Remy Duvall ist die unscheinbare, aber schöne Frau des berüchtigten Anwalts Pinkie Duvall und verhält sich sehr passiv sowie ängstlich. Sie überlebt in dessen Fängen nur durch weibliche Tricks und Manipulation, bis sie von Burke Basile in die Sümpfe entführt wird. Dort entwickelt sie wieder Selbstvertrauen und lernt sich selbst sowie Burke Basile nach einem Haufen von Komplikationen zu lieben. Pinkie Duvall ist Anwalt und zwar einer der aller schlimmsten Sorte. Und ehrlich jetzt ... dieser Name ... Pinkie ... Das nennt man Ironie. Jedenfalls ist er der Inbegriff von Skrupellosigkeit, Hinterhältigkeit und Eiseskälte. Also bitte, wer nennt seine Frau sein Eigentum und will sie umbringen, weil sie entführt und so "verunreinigt" wurde. Er ist einfach abscheulich und schreckt vor gar nichts zurück. Bedroht alle möglichen Leute, betreibt Drogenhandel im großen Stil und bezahlt einen Auftragskiller, der die Leute umlegt, die nicht nach seiner Pfeife tanzen oder ihm im Weg stehen. Meine Meinung: Das Buch ist der erste Thriller, den ich seit einiger Zeit wieder gelesen habe und er war wirklich gut. Anfangs hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hineinzukommen, da gleich viele Namen auftauchten, die ich nicht zuordnen konnte und es außerdem sofort mit dem Prozess begonnen wurde, bei dem es um den Tod von Basiles Kollegen Kevin Stuart ging. Erst nach und nach klarte das ganze auf und man bekam mit, was damals passiert war. Zudem wechselt Sandra Brown oft die Sichtweisen der Personen. Nicht nur pro Kapitel, sondern teils auch während der Kapitel. Das hat mich aber nicht weiter gestört, denn so bekam man viele unterschiedliche Eindrücke der Personen, was ihre Gefühle oder ihre Vergangenheit betrifft ... Wegen des schwierigen Anfangs und Pinkies einfach nur verabscheuungswürdigem Verhalten (ich weiß, es gehört nun mal dazu, aber trotzdem), gebe ich dem Buch 3,5 Sterne.