Leserstimme zu
Erkenne die Welt

Erkenne die Welt

Von: Karthause
03.08.2016

An dieser Stelle möchte ich keine philosophischen Inhalte diskutieren, sondern über die Wirkung des Buches auf mich berichten. Erkenne die Welt stand weit oben auf meinem Wunschzettel, dennoch wagte ich mich nur mit einer gehörigen Portion Respekt daran. Sporadisch hatte ich mich immer wieder intensiver mit der Philosophie befasst, mich jetzt aber mit diesem Sachbuch auseinanderzusetzen, wollte gut geplant sein. Denn Lesen allein ist nicht alles. Es muss schließlich auch verdaut und hinterfragt werden. Dabei kamen eigen Anschauungen auf den Prüfstand und neue Erkenntnisse müssten sich im Alltag bewähren. Richard David Precht erhebt selbst nicht den Anspruch der Vollständigkeit für sein Werk. Es ist ein gut geordneter Abriss, mehr können die 576 Seiten auch nicht hergeben. Aber zwei weitere Bände zu dieser Geschichte der Philosophie sind ja noch im Entstehen. In diesem 1. Band widmet sich Precht speziell um die Geschichte der Philosophie in der Antike und im Mittelalter. Vieles war neu für mich, vieles aber auch bekannt, manches wurde in ein anderes Licht gerückt. Aber so geballt und im Zusammenhang betrachtet bekommt der interessierte Laie ein gutes Rüstzeug in die Hand, um die Welt ein wenig besser verstehen zu können. Das Buch ist gut durchdacht, logisch aufgebaut und hochinteressant. Ein wenig bedaure ich es, dass es solch ein allgemeinverständliches Werk nicht gab, als ich als Jugendliche die Welt zu erkennen und zu hinterfragen begann.