Leserstimme zu
Ufer der Hoffnung

Ufer der Hoffnung

Von: fraeulein_lovingbooks
15.08.2016

Inhalt Seth Quinn hat sich durch die Fürsorge seiner Brüder von einem ängstlichen Jungen zu einem erfolgreichen Maler entwickelt, aber seine Vergangenheit verfolgt ihn, wohin er auch geht. So kehrt er aus Europa zu seiner Familie an die Küste Marylands zurück, um Frieden zu finden. Dort lernt er Drusilla Banks kennen und verliebt sich in sie. Doch auch Drusilla kämpft wie Seth mit den Dämonen der Vergangenheit und bringt ihre junge Liebe in Gefahr. (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! Der Klappentext lässt einen hoffen, das man viel über Seth´s Leben erfährt – doch dies steht leider sehr im Hintergrund. Man erlebt zu wenig von seiner Zeit vor Dru, bei den anderen Brüdern stand deren eigenes „Vorleben“ mehr im Vordergrund. Irgendwann sind dann die Frauen dazugekommen. Hier ist es anders. Sein Leben wird in ein paar Seiten abgehandelt und dann beginnt er mit den Werben um die Gärtnerin Dru. Die beiden kommen zusammen, erleben schöne Momente, die Familie ist begeistert und dann taucht Seths Mutter auf und führt einen bösen Anschlag aus. Dann ist das Buch zu Ende. Von dem jungen Seth ist nicht mehr viel übergeblieben. Er ist erwachsen geworden und scheint ein vollkommen anderer Mensch geworden zu sein. Nur sein Hass auf seine Mutter ist noch geblieben. Er hat sein Hobby, die Malerei, zu seinem Beruf gemacht – und ist dabei sehr erfolgreich. Weswegen ihn die Mutter auch wie eine Gans ausnehmen kann. Doch zum Glück waschen ihn seine Brüder gegen Ende des Buches noch den Kopf und er kommt wieder zu Sinnen. Seine Vernarrtheit und Liebe zu Dru, kann ich nicht im geringsten verstehen, was vermutlich auch kein Wunder ist. Ich mag sie einfach nicht. Dru scheint auf dem ersten Blick zwar ein nettes Mädchen zu sein, doch ich konnte mich mit ihrem Charakter einfach nicht anfreunden. Auf mich wirkt sie überheblich, kühl und unecht. Ihre Erziehung scheint sie sehr geprägt zu haben. Im Umgang mit ihren Kunden ist sie distanziert und auch gegenüber der Mitglieder der Familie Quinn bleibt sie zurückhaltend. Keiner kann sie erweichen, nur Seth scheint einen Zugang zu ihr bekommen. Für mich wirkt sie einfach nur unterkühlt. Leidenschaft trägt sie in sich – kann es Seth gegenüber auch zeigen – nur gegenüber anderen anscheinend nicht. Mir hat sie nicht gefallen, auch ihre Eifersucht gefällt mir nicht. Sie ist nicht mit ihm zusammen und macht sie über Audrey lustig, als Dru die beiden überraschend trifft. Die Beziehung von Seth und Dru verläuft sehr schnell und dann wollen sie plötzlich heiraten. Viel zu schnell, das fand ich in den drei Vorgängern schöner und realistsicher dargestellt. Ansonsten ist die Beziehung sehr liebevoll dargestellt, was mich bei der unterkühlten Dru wirklich verwundert. Aber leider bleibt Seth derjenige, der mehr Aufmerksamkeit und Arbeit in die Beziehung steckt. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass sich das Buch zügig lesen lässt. Mir persönlich hat aber die Spannung vollkommen gefehlt – natürlich taucht Gloria (seine Mutter) auch hier wieder auf und es stellt sich heraus, das Seth ihr schon länger Geld in den Rachen wirft…aber mehr passiert auch nicht. Die Story plätschert dahin und ich habe mich zum ersten Mal während dieser Reihe gelangweilt. Vieles wird oberflächlich abgehandelt oder ewig in die Länge gezogen. Hier fehlt es an Ausgewogenheit. Für mich kam, bei der Familie, auch nicht unbedingt große Freude über Seths Rückkehr auf – ich hatte viel mehr erwartet. Cam und Anna freuten sich zwar mehr, aber die beiden anderen Paarungen blieben hinter meinen Erwartungen zurück. Schade… Für mich ist „Ufer der Hoffnung“ mit Abstand das schlechteste Buch der Quinn-Saga. Ich hatte große Erwartungen an Seth und seine Geschichte und wurde bitter enttäuscht. Die Liebesgeschichte zwischen Dru und Seth wirkt lieblos aufgeschrieben und ich konnte mich in keinen der beiden hineinversetzten. Ich wurde mit beiden nicht warm. Eigentlich hätte die Story nicht mehr als zwei Sterne verdient, aber aufgrund des traumhaft schönen Covers und die Einblicke in das Leben der älteren Brüder, kommt noch ein Sternchen drauf. Leider nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung – für Fans interessant. Schönstes Zitat gab leider keins. 🌟🌟🌟 Sterne